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Fcl

RnY101 Von Makri nach Loutros

RnY101 Von Makri nach Loutros

07:24
24.9 mi
3.4 mph
2,350 ft
2,250 ft

Tour Overview

Starting Point
0.55 mi
1.16 mi
1.90 mi
5.83 mi
7.89 mi
8.48 mi
9.46 mi
10.1 mi
10.5 mi
13.4 mi
18.5 mi
19.5 mi
20.3 mi
21.8 mi
23.1 mi
23.8 mi
24.8 mi
24.9 mi
Destination

Map

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Tour Profile

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Speed Profile

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Fcl went for a hike.

May 30, 2021

Comments

  • Fcl

    Nach dem Essen fragte mich meine Gastgeberin mittels neuerer Technologie, welches Frühstück mir besser gemundet habe und ich antwortete, das von gestern. Dabei war bei dem heutigen Frühstück etwas dabei, was vielleicht viel mehr meine Aufmerksamkeit haben wollte, was es wahrnahm, es waren Oliven, viele dunkle Oliven. Mein Weg führt als erstes an einen Olivenhain vorbei und ich glaube, ich habe mein Thema für den Tag. Oliven!Viele zusammen genommen, gepresst, ein kostbares Gut: das Öl. Es ist eine der Grundelemente in der gesamten mediterranen Ernährung.Es kann gebraucht werden zum Zubereiten von Salat, zum Anbraten von Fleisch und Fisch, zum Beträufeln von Brot, eben sehr vielfältig.Die Olive verarbeitet Fett, ist vielleicht sogar, ohne dass ich dazu im Moment eine Ahnung habe, der Grund, weshalb es den Ölberg gibt, auf dem Olivenöl gemacht wurde. Ich weiß es nicht. Aber es wäre etwas, was nachhaltig sein könnte.Wenn du durch Olivenhaine gehst, siehst du die verdrehten, verknackten, starken Strukturen, immer wieder erzählende Bäume. Ich glaube, sie werden aufgepfropft, denn es kann nicht sein, dass das alles so von Anfang an ist, aber ich weiß es nicht. Aus der Verdrehung hab ich das Gefühl, dass die Baumrinde sich auf der Suche nach Licht und Sonne dreht und wendet, wie in der Presse, dass vielleicht das Bäumchen schon zeigt, was mit seiner Frucht einst passieren muss.Die Blätter grünlich, silbrig, glänzend geben dem Ganzen mit dem Haut überzogenen Baum , der leicht ins bräunlich, lichtgraue geht, eine wunderbare Farbkombination; es ist hell und nicht dunkel. Dieses hell und nicht dunkel sein, kleines bisschen Licht, was vielleicht auch mit dem Olivenöl in die Welt gekommen ist, denn das ist eine weitere Möglichkeit, das Öl zu verwenden. Licht in die Welt zu drücken.Da für uns Menschen als wichtigste Aufgabe aus meiner Sicht das Licht in die Welt zu bringen ist, müssen wir viel Olivenöl essen, damit wir es gut in uns verbrennen können. Jeder Baum erzählt seine eigene Geschichte. Sie sind nicht angebaut, um daraus im großen Stil Waldwirtschaft zu betreiben, sie sind angesiedelt, um im großen Stil Oliven zu zeugen.Wenn ich mir die Olivenbäume anschaue, habe ich das Gefühl, dass es eine Aneinanderreihung von Sträußen ist. Wo aus einem großen Ast kleinere mit fast Blumenstock großen Strukturen sich entwickeln, die Plattform für das Blühen, Grünen, Wachsen, Gedeihen, Keimen, Reifen geboten werden.Die Bäume sind unregelmäßig. Und fühlen sich trotzdem rund an. Sie nehmen Raum ein in der Luft und gestalten damit eine tolle Struktur. Wenn ich jetzt hier durch den Olivenhain gehe, dann entsteht bei mir fast ein impressionistisches Bild im Kopf. Etwa im Stil des Pointillismus. Feine Strukturen, die gesetzt sind und aus der Ferne ein wunderbares Bild ergeben. Zwischen den guten, alten hundert, zweihundert oder noch mehr Jahre zählenden Bäume stehen kleine Junge, die noch eine lange Zeit vor sich haben. Sie tauschen sich bestimmt mit den erfahrenen aus, auch wenn jeder seine eigene Erfahrung machen muss, weil sich alles wandelt.Bei einigen Bäumen habe ich das Gefühl, sie sind einfach gerade gewachsen und bei anderen, die unmittelbar daneben stehen, habe ich das Gefühl, sie sind dem dauernden Wind ausgewichen. Und bei wieder anderen habe ich das Gefühl, sie haben es versucht, miteinander zu moderieren.Aber es gibt bestimmt eine lenkende Hand, so dass die Bäume einen freien Stamm in der Höhe von etwa fünf Fuß haben. Dahinter muss ein Prinzip stecken, die Ernteleichtigkeit, die Erntefreundlichkeit, die Luft, die der Baum vielleicht auch von unten braucht, um in seiner ganzen Straussstruktur atmen zu können. Und das schreibe und sage ich, ohne über die Olive gelesen zu haben, lass mich einfach drauf ein, sie zu bewundern, zu sehen, abzutasten.Jetzt freue ich mich schon umso mehr auf den nächsten mit Olivenöl angerichteten Salat oder ein schlichtes Brot mit Olivenöl.Wie beim Brotbacken ist der Weg zum Öl ein langer. Das Ansetzen eines Hains, das Pflegen. Die Begleitung durch die Jahre, Jahrzehnte immer wieder den Hain lichten, die Oliven pflücken, eventuell in einem da drunter gespannten Netz einfangen und fallen lassen, sie dann waschen und sortieren, einige nutzen für den direkten Genuss, andere für die Herstellung des Öls. Das Öl pressen, sorgfältig, vorsichtig, mit einer gewissen Zuneigung und Liebe und dann erst Öl aus vielen, vielen, vielen Tausend Oliven.So verlasse ich Makri, bewege mich Richtung Alexandropouli. Ein sonniger Tag, ein weiterer. Ich fühle mich gut.Und während ich so laufe, kommt mir in Erinnerung der Mount of Olives für den Ölberg, schiesst in den Kopf, da ist es, der Olivenberg. Und ich denke darüber nach, warum über das Produkt, das Öl, das zur Bezeichnung des Berges in die deutsche Sprache Eingang gefunden hat, und nicht über das lebende, die Olive, den Olivenbaum? Es ist ähnlich wie bei dem Begriff des See Genezareth. Im englischen ist es der Lake Galilee, im hebräischen der Kinnerot, der - so eine Meinung - wegen der Form an die Harfe Davids erinnert, Harfe ist Kinnor. Alleine durch solche Wortwahlen werden Eckpunkte gesetzt, werden Merkmale verfasst, die ein bestimmtes Denken, die ein bestimmtes Bild unterstützen, prägen sollen.Im jüdischen gibt es übrigens ein besonders fröhliches Fest des Lichtes, Chanukka. Das erinnert an das Wunder für das Tempelöl, dass wegen einer Verwüstung vernichtet wurde, bis auf ein kleines Schälchen, das hätte aber nur für einen Tag gereicht. Und die Zubereitung neuen Öls nimmt eben eine Woche in Anspruch.Wie durch ein Wunder hat dieses kleine Kännchen genau für den Zeitraum der Neubeschaffung gereicht, das Fest der acht Tage, Chanukka. Es steht im engen Zusammenhang mit Judas Makkabäus, der heute noch Sportvereinen seinen Namen gibt, wo für Christen aus dem Oratorium von Händel die Melodie und der Text vom Weihnachtslied Tochter Zion geliehen wurde. Das ist schön, dass Christen dieses Lied lauthals fröhlich singen und schade dass den Meisten, den Allermeisten, fast Allen der wunderschöne Zusammenhang nicht bekannt und bewusst ist.Auf der Strecke kommt mir jetzt ein junger Joker entgegen und er grüßt mit militärischen Ehren. Ich dachte darüber nach, er sah mein Emblem an der Kappe, Jaakow, einer der Apostel. Es gibt einen zweiten, viel größeren Jaakow, Jasskow der Bruder von Esau, Esaw, der weit gereist, gewandert, zu seinem Onkel Laban, um um die Hand seiner Tochter anzuhalten, er hat dafür hart gearbeitet, hat die falsche bekommen, hat noch mal um die Hand der Auserwählten angehalten, hat dafür gearbeitet und konnte dann nach 20 Jahren von Laban scheiden, reich belohnt, als reicher Mann. Es ist schon erstaunlich, dass diese 20 Jahre der Zeitspanne entspricht, die Odysseus unterwegs ist, um in Troja Krieg zu führen und dann nach Hause zu irren, zu seiner geliebten Penelope.Das entscheidende an Jaakow ist aber, dass er mit einem Engel Gottes ringt, er dadurch den Namen bekommt, Israel. Da bin ich auf dem Weg bis nach Santiago die Compostela zum einen, dann auf dem Weg nach Jerusalem zum anderen, den für mich richtigen.Ich kam nach Alexandropouli, beobachtete die Kirchgänger, die Sportler wie überall. Eine etwas ältere Frau kam mit ihren roten, hochhackigen Schuhe, einem weißen Rock und einer roten Jacke, dahinter zwei älteren Damen ganz in schwarz gekleidet, vor der Kirche war eine Menschentraube, die sich um das Teilen des richtigen Brotes, Brötchen in Plastikfolie abgepackt, gesammelt hatten. In der Zwischenzeit hat der Zelebrant den Altarraum inzensiert, die Glocken werden vom Diakon rhythmisch geschlagen, Tom Tom Tom, Pause, Tom Tom Tom, Pause, dann sieben Tom, mit dem siebten Schlag auf die Eins. Drei Schläge, Pause, drei Schläge, Pause, sieben Schläge. Der siebte Schlag ist praktisch auf der eins: und so laufe ich fast in die Arme der Polizei, gut ausgestattet mit der Maske, ohne Risiko und ich denke an meine morgige Fahrt. Wie komme ich zurück von der verschlossenen Grenze zur Türkei über Thessaloniki nach Deutschland und dann später wieder in die Türkei auf die andere Seite der Grenze.Die Polizei gibt mir präzise Auskunft auf meine Frage: Busstation KTEL. Zunächst geradeaus, dann links abbiegen, zwei Stationen gerade aus, rechts abbiegen und ich würde sie sehen. Ich gehe an den Kassenschalter, frage zunächst, wann denn Busse nach Saloniki gehen, der Kassier antwortet in klaren Deutsch: 14 Uhr und um 16:30 Uhr. Er hat 20 Jahre in Deutschland gelebt. Ich buche die Fahrt für 14 Uhr.Was ich schon gestern und vorgestern beobachtet hatte, die täglichen militärischen Transporte, das verstärkt sich heute umso mehr; mehrere große LKW, geeignet zum Transport von schweren Panzern und schwerem Gerät, ebenso Mannschaftswagen, nicht leer sondern tatsächlich hinten besetzt, ziemlich voll, eine ungewöhnlich große starke Ansammlung.Ich kehre noch einmal zur Olive zurück, weil da in meiner tiefen Erinnerung eine Verknüpfung zur Pallas Athene und der Akropolis auftaucht. Der Olivenbaum wurde dort gepflanzt, im Prinzip ein Zeichen des Friedens, der Zweig im Mund einer ‚Frieden verkündenden Taube’. Ist das nicht ein Olivenzweig?Es wäre so schön, um es wahr sein lassen zu können. So ist es nicht nur leer und leuchtend, sondern auch befriedend, ganz machend.Gestern sprach ich noch vom Feuer, heute ist es am Weg. Aus dem Nichts hat es sich entzündet, offensichtlich war das Gras zu trocken, leichte Flammen, starker Rauch, daran habe ich es erkannt. Und als ich näher kam, war das deutliche Knistern ein Grund, genauer hinzugucken.In der Luft lag der Geschmack von Rauch. Verbranntes. Nicht eindeutig zu identifizieren.Darüber denke ich plötzlich über die Flammen des Feuers nach. Was sehe ich denn? Das, was ist? Das optische, sind es die Oxidationsprozesse, mit unterschiedlichen Temperaturen, sind es die Gase, die das Licht in dem Augenblick anders zerlegen, sind es die Reaktionen, die ich sehe? Vor 40 Jahren wäre ich sicher gewesen, dass ich es erklärt hätte, mit Temperaturprofilen. Damals war es ja klar, dass das Licht in der Mitte praktisch gar keines mehr ist, weil es doch die höchste Temperatur hat und eine vollständige Verbrennung darstellt. Jetzt bin ich sehr skeptisch. Ich glaub, ich werde alt oder sehe zu viel.Ich bin mir sicher, für uns gibt es sichtbare Grenzen. Aber es gibt gleichzeitig dort an dieser Grenze ein Kontinuum von Atomen und Molekülen. Direkt daneben ist nicht nichts.Und es wird immer ruhiger und immer leerer, immer weniger Bewegungsgrenzen.Bereits auf diesem Abschnitt durch Nordgriechenland blicke ich zurück, auch wenn ich morgen noch einen richtigen habe. Was jetzt schon klar ist, ich habe seit vielen Jahrzehnten, durch die Schule geprägt, durch eigene Reisen, persönliche Kontakte, eine große Nähe zu diesem Land; das ist nicht nur die Philosophie, das ist nicht nur die Geschichte, das ist nicht nur die Kultur, sondern wie schon mehrmals hier betont, der Denk würdige Menschenschlag, selbst wenn es von Region zu Region graduelle Unterschiede gibt. Denn die Griechen sind vielfältig. Liebenswert!

    • May 30, 2021

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