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Fcl

RnY100 Von Maroneia nach Makri

RnY100 Von Maroneia nach Makri

06:37
21.7 mi
3.3 mph
1,300 ft
1,875 ft

Tour Overview

Starting Point
12 yd
Über 800 Jahre alt
1.69 mi
2.33 mi
Heiligtum des Dionysos
2.44 mi
2.44 mi
Vorsicht
3.71 mi
4.68 mi
5.44 mi
6.83 mi
7.65 mi
9.75 mi
10.3 mi
11.4 mi
11.6 mi
12.0 mi
12.5 mi
17.3 mi
19.9 mi
20.0 mi
20.1 mi
21.7 mi
Destination

Map

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Tour Profile

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Fcl went for a hike.

May 29, 2021

Comments

  • Fcl

    Der 100. Abschnitt wird heute angegangen und ich möchte ihn bewusst den Griechen widmen. Die Frage ist, wie ich das alles einzuordnen habe.Maroneia hat einen großen Bezug zu der Geschichte der Odyssee, hier soll das große Weingelage gewesen sein, bevor Polyphem, der einäugige Zyklop sein Augenlicht verlor. Und zu der Höhle des Zyklopen bin ich heute unterwegs.Auf dem Weg zum Startpunkt bin ich völlig außer Kontrolle geraten, weil ich im Taxi schlichtweg meine wichtige Kommunikationseinrichtung verloren habe, mein Telefon, mein Navigationssystem, meine Möglichkeit von Informationen und Daten, der Zugang zur Welt. Selbst wenn ich viel im Kopf mit mir rumschleppe, so ist es noch kein elektronisches Austauschsystem mit Anderen. Vielleicht einzig mit mir verbundenen Menschen, durch Übertragen von Gedanken, und dem lieben Gott.An der über 800 Jahre alten Eiche habe ich den Weg wieder aufgenommen, ein sehr gastlicher Ort, mit viel Grün, der ideale Gastgarten. Möge diese Eiche noch lange den Betreibern als aktivierender Schutz erhalten bleiben. Vom Gastgarten geht es durch den Raum nach Osten, in Richtung der historischen Städte.Aus dem Ort hinaus geht es zunächst entlang einer großen, militärischen Einrichtung. Hier steht angeschrieben: nicht fotografieren, nicht filmen, militärische Hunde in Einsatz. Klingt nicht ganz angenehm. Beobachten kann ich, dass auf dieser Anlage Wohneinheiten stehen, ein Kinderspielplatz eingerichtet ist, versteckt in den Bäumen eine Radaranlage steht, sehr gut getarnt, dennoch auf der Karte sichtbar.Militärische Präsenz ist mir sowieso die letzten Tage hier aufgefallen, auch wenn es nicht dauernde Panzerformationen waren. Immer wieder habe ich einzelne militärische Fahrzeuge gesehen, die irgendwie gefühlt beobachtet und irgendetwas stabilisierend suchten oder?Aus diesem Gebiet heraus habe ich freien Blick aufs Meer, sehe die leichte Dünung, das Wasser hat keine Unruhe, es ruht sich mit kleinem, leichten sich Regen auf die Küste zu. Die beiden großen Inseln vor der Küste, die hier das Gebiet prägen, Gökçeada Barajı (türkisch) und Samothraki liegen mächtig vor der Küste, gewaltige Klötze und doch in einer guten Proportion .Nun lasse ich mich auf den Tag ein, bin gespannt. Bilde Gedanken zum Thema und die Eindrücke mit dem Theater, dem Apollotempel und der Höhle des Zyklopen.Das mächtige Gewitter von gestern hat eins auf alle Fälle bewirkt, ein deutliches Entstauben der Luft und ein Festhalten durch die Feuchtigkeit von möglicherweise erneuten Wiederaufsteigen von Staub.Das Gefühl in einer nicht ganz so trockenen, wenn auch schwülen Umgebung sich zu bewegen, ist angenehm. Die Griechen, wer sind die? Wenn wir in die Geschichte schauen, dann sprechen wir von den Hellenen, wenn wir von den Hellenen entsprechend noch einen Schritt zurückgehen, dann sprechen wir von Gruppen wie den Dorern, den Ioniern, den Spartaner, den Mazedoniern, den Athenern und so weiter. Stadtstaaten, die sich sehr stark präsentierten und eigene Niederlassungen, Kolonien, gründeten. Darüber trieben sie Handel und übten ihren Machtbereich aus. Es gab einen lockeren Zusammenhalt zwischen diesen Stadtstaaten in unterschiedlichen Allianzen. Auffallend dennoch, es gab eine irgendwie geartete Gemeinsamkeit, weshalb dann Griechen nach außen gemeinsam auftraten. Für mich ist das am deutlichsten niedergetreten, niedergeschlagen und niedergeschrieben in der Ilias von Homer.Von der einen Seite der Ägäis bricht ein Königssohn namens Paris auf, auf die andere Seite, um seinen Preis einzufahren, den er bei dem Wettbewerb mit drei Göttinnen gewonnen hat: die schönste Frau der damaligen Zeit, die süße Helena.Was nicht anders zu erwarten war, es war wahrscheinlich der vollkommene, unterschwellig gewollte Anlass für den Konflikt zwischen Ost und West, zwischen dem Reich der Trojaner und - das ist dann das entscheidende - der Gemeinschaft der Griechen. Wenn du auf die Karte schaust, durch die Geschichte blättert, dann siehst du, das Troja sehr nah bei den Dardanellen, dem Hellespont, liegt und wenn du Helles siehst, dann darfst du schon an Hellas denken, die Brücke Griechenlands. Leider gut gedacht, aber falsch. Denn tatsächlich steht der Name für Helle, einer Figur aus der griechischen Mythologie, sowie pontos für Meer.Diese Gegend war für längere Zeit auch ein griechisches Siedlungsgebiet wie Ephesos und andere wie zum Beispiel Milet, mit dem bekannten, rechtwinkligen Thales im Kreis. Es schlossen sich somit die Hellenen, die noch nicht gesammelten Griechen zusammen, um einem der Ihren, eine Art frühe NATO, beizustehen und ihm dabei behilflich zu sein, seine ihm rechtmäßig angetraute Frau zurückzuerobern. Ob der Krieg wirklich um diese eine Frau geführt wurde oder eben aus den schon angeführten tieferen Spannungsursachen sei dahingestellt.Die Griechen haben immer dann, wenn sie von außen in irgendeiner Form angegriffen wurden, siehe die Perserkriege, sich zusammengeschlossen. Dann machte Einigkeit stark.Wir verbinden mit den Griechen die Geschichte der großen Philosophen, der Naturdenker und Philosophen, die in das Bild der Welt hineingeschaut haben und sich mit Weisheiten verewigt haben wie, erkenne dich selbst, alles fließt, sowie mit grandiosen Werken der Verteidigungsrede, der Apologie, den Reiseberichten und historischen Berichten des Thukydides. Nicht zu vergessen, das Höhlengleichnis.Das Denken, das Vordringen in Vorstellungen, das Ableiten von Haltungen, Prinzipien, das war die große Kunst der Griechen. Zweitens haben die Griechen sich sehr stark mit Politiksystemen gedanklich auseinandergesetzt, ob es soldatische geprägt war, ob es demokratisch geprägt war; auch wenn es in dieser demokratischen Weltordnung ausgesprochen viele Sklaven gab. Es wäre sowohl falsch, nur auf das Demokratieverständnis zu schauen und dieses frühe Sklaventum auszublenden, wie umgekehrt es falsch wäre, nur auf die Sklavenführung zu schauen und diese frühen, ausgesprochenen Formen der Demokratie auszuleugnen.Für mich ist der wichtigste Satz das Verständnis der Griechen für den Unterschied zwischen Bürger und Bürger. Polites und Idiotes. Der Polites ist der Bürger, der sich im Staat, in der Politik engagiert, der Idiotes ist der Bürger, der sich nur um sein eigenes Interesse kümmert, seinen eigenen Nutzen, seinen Vorteil sucht. Man könnte sagen der Privatmann. Davon gibt es heute viele. Oder?Der athenische Bürger war verpflichtet, einmal in seinem Leben ein politisches Amt für ein Jahr auszuführen. Es ging nicht darum welches, sondern es ging um die Frage überhaupt, es war eine frühe John F. Kennedy Frage: ‚Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.‘Viele der urhistorischen Ereignisse im heutigen Griechenland sind für uns heute schwer nachvollziehbar. Das wird aber mit unserer Nachwelt und uns genauso passieren. Einer der großen Griechen war ein Mazedonier, der in Pella geborene Alexander der Große, der einmal in kürzester Zeit König wurde, das Land geeint hat, gemeinsam einen großen Feldzug nach Osten geführt hat, bis an die Grenzen des Indus und Indien. Hier hält sich letztlich die Wahrheit: Zerronnen wie Gewonnen.Die Römer haben viele Werke der griechischen Philosophie ins lateinische übersetzt, wie zum Beispiel die Politeia von Plato in die ‚De Te republica‘ von Cicero. Dabei fällt natürlich wie immer auf, das eine Übersetzung eine Übertragung ist mit Bedeutungsverengung, Bedeutungserweiterung, Bedeutungsinterpretation. Die Griechen, das Volk der Denker, die Gestalter des vorweggenommenen Bauhaus, mit gut und schön, dass Kalos Kai Agathos, dem gegenüber die Römer, die ein Volk von Bauern und Soldaten darstellten, von handgreiflichen Gestalten auf dem Acker und auf dem Schlachtfeld.Nach der Besiedlung, Entschuldigung nach dem Besuch, nein noch mal, im ersten bis dritten Jahrhundert war eine schrittweise religiöse Entwicklung aus den Anfängen der frühen messianischen Judenbewegung in Griechenland und in Kleinasien zu verspüren, die dann mit der Anerkennung des Christentums zu einer starken Christianisierung der Region führte. Durch die Trennung der Ostkirche und der Westkirche (1054 unserer Zeitrechnung) hat sich mit der griechisch-orthodoxen Kirche, wie auch allen folgenden orthodoxen Kirchen eine starke religiöse Struktur gebildet, die bis heute in Griechenland wirkt. Dies ist ein sicherlich wichtiges Kulturgut neben den historischen Städten aus Steinzeit und Bronzezeit, bis weit ins sechste Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Ein Besuch der klassischen Stätten aus hellenistischer Zeit sowie dem Umfeld, sowie der römischen Zeit, unabdingbar die besonders hervorzuhebenden Kirchen und Klöstern mit großen, künstlerische n Schätzen, Ikonen, manchmal auch gepflegte und erhaltene Bilder aus und vor der Zeit des Bildersturms. Er hat einiges vernichtet und wie das so ist, zum Glück im Leben, nicht alles.Über das Mittelalter spielt für mich eine Ruhe, nahezu eine Dunkelheit, vielleicht geprägt aus dem Verschieben des Fokus auf die Spannungen, die sich dann nicht nur aus West-Ost sondern aus christlich muslimisch. Scheint immer einen nötigen Anlass zu brauchen und zu geben, um Spannung zu erzeugen.Ende des 18. Jahrhunderts gab es dann eine große Bewegung in Griechenland zu einer neuen Identität, zu einem neuen Nationalstaat; dieser neue Nationalstaat wurde als Königreich Griechenland gegründet, wurde mit einem Bayern als ersten König geführt und besetzt. Man könnte jetzt sagen, das, was Griechenland am meisten davon noch hat ist die bayerische Biertradition. Eigentlich ist es die Nähe - trotz der Wirtschaftskrise und den Diktaten der EU aus Deutschland - zwischen Griechenland und Deutschland. Dies hat gelitten unter den Besatzungen, auch im 20. Jahrhundert Krieg, Elend durch deutsche Truppen, durch bulgarische Truppen, durch Massaker, durch Plünderungen. Griechenland hat sich neu definiert, das Königtum hat angehalten, bis es zur Militärrevolution kam, die Revolution war begleitet von Intellektuellen, ich erinnere mich an Musik wie von Theodorakis und Xenakis aus dieser Zeit, es entwickelten sich großartige Schriftsteller wie Nikos Kazantzakis, sie haben ihre Werke geschrieben. Und aus dieser Militärdiktatur hat sich dann das heute demokratische Griechenland entwickelt, ebenfalls mit auf und ab.Was macht Griechenland aus? Die Kultur? Die Natur? Landschaft Meer und Berge? Der Tourismus? Nein: die Menschen! Die Griechen sind geprägt von einem frohen, inneren Denken, von einer positiven Haltung, immer nach vorne, das freundlich hilfsbereite. Egal wie sehr sie gequält und massakriert wurden, egal wie sehr sie leiden und Schwierigkeiten ausgesetzt waren. Ich liebe die Griechen.Für den, der die griechische Lebensfreude besonders in einer harmonischen, nahezu ironisch fröhlichen Ausprägung erleben will, dem empfehle ich den Film der griechischen Hochzeit ‚My Big Fat Greek Wedding‘.Ich bewege mich entlang der Küste im kontinuierlichen auf und ab. Bewegungen mal etwas näher, etwas weniger nah ans Wasser, mal am Berg; ein schöner Weg, der sich durch die Landschaft windet. Ich komme dabei natürlich auch an bedeutenden, historischen Städten vorbei, die aus der klassischen Historie nicht so im Vordergrund stehen. So bin ich zunächst in der Nähe von Maroneia, einem Weinort mit Bezug zur Geschichte des Polyphem, dann auf historische Dokumente und Erinnerungen gestoßen, später auf eine Tempelanlage und dann als Besonderheit Zone. Eine thrakische Siedlung aus dem siebten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung; das Besondere ist, dass man in Zone im Apollotempel Unmengen von Schriftzeichen mit dem Namen Apollon sowohl in Griechisch als auch mit griechischen Buchstaben in Thrakisch gefunden hat; weiters wurden dort Dokumente gefunden, mit denen es möglich ist, zum ersten Mal das Thrakische in großen Teilen zu verstehen und zu rekonstruieren. Bei uns wenig bis gar nicht bekannt. Der Demeter-Tempel, der als Besonderheit gezeigt wird, ist gemessen an dem, was man von sonstigen Ausgrabungsstätten gewohnt ist, ein sehr kleines Gebilde.Es geht mir aber wieder um einen Weg nach Griechenland und um die Griechen. Zeigt dieses Land von Anfang an wieso oft auch andere Züge in der Welt: es hat Vielfalt von Vielfalt. Diese Vielfalt schafft es immer sich dann zu konsolidieren und zu solidarisieren, wenn's ein gemeinsames Ziel gibt von dem alle überzeugt sind; darin besteht die Kunst von Politik.Die Lebensfreude greift hier in unmittelbarer Umgebung; es wird eine Zeit mit ‚Corona haben wir im Griff’. In einem Garten höre ich nicht nur die klassische griechische Tanzmusik, sondern das Tanzen dreier Grazien, möglicherweise Kopien der drei Göttinnen für den Krieg von Troja. Sie feiern ausgelassen tanzend im Garten, in der Luft liegt Grillduft, ein Fest wird gefeiert. Sirtaki!Nun habe ich etwas gemacht, was ich eigentlich von Anfang an machen wollte: jeden Tag eine Stunde irgendwo genüsslich ruhig Pause machen, in der Sonne liegen. Einfach nicht geschafft, zu viel Strecke, zu spät losgegangen, zu müde, keine Gelegenheit, nicht gepasst, dann der Ort, die Liste der Entschuldigungen fremder und eigener ist gigantisch. Und jetzt heute habe ich es getan, am Strand eine Stunde Ruhe.Der alte Sonnenanbeter würde sagen, beidseitig eine halbe Stunde gegrillt. Dabei habe ich einfach nur Ruhe gefunden und ein Bier getrunken.Nach dieser Pause mache ich mich auf zum letzten Höhepunkt des Tages. Zur Höhle des Polyphem, der einäugige Zyklop, der Odysseus und seinen Mannen mächtig auf seiner Rückfahrt nach Ithaka herausforderte. In Maroneia habe ich es erwähnt, wegen des Weins und es damit schlaftrunken Machen's von Polyphem. Nun bin ich gespannt, wie diese Höhle sich heute darstellt.Hier trifft eine angenommene Wirklichkeit auf eine über 55 Jahre entwickelte Vorstellung in meinem Kopf aus den alten Texten.Und so habe ich die Höhle gefunden, die Höhle des Zyklopen, des Polyphem. Sie lag am Berg, etwas kleines Klettern, ein deutlicher Hinweis des griechischen Staates: Zugang zur Höhle nur mit einer sauberen, rechtlichen vom Staat abgezeichneten Erlaubnis. Da habe ich mich vorsichtig ohne Erlaubnis hineingetastet so weit das Licht reichte und hab einen Eindruck gewonnen, ohne natürlich die Höhle in der Gänze zu erforschen und kennen zu lernen, aber, es kann schon sein. Die Felsen, die in der Umgebung liegen, könnten schon vom erblindeten Riesen mächtig als den Kugeln durch die Gegend geschmissen worden sein.Ich gehe langsam zurück, ein Stück Richtung Westen, zum ersten Mal seit langem, der untergehenden Sonne entgegen. Es wärmt und fühlt sich gut an. Griechenland ist ein so vielfältiges, schönes Land, reich an Kultur und reich an mit strahlendem, inneren Licht leuchtenden Menschen.

    • May 29, 2021

  • Sigrid H

    wonderful text.

    translated byView Original
    • June 5, 2021

  • Fcl

    @Sigrid H Thank you very much!

    translated byView Original
    • June 9, 2021

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