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Fcl

RnY99 Von Glyfada nach Maroneia

RnY99 Von Glyfada nach Maroneia

06:37
20.6 mi
3.1 mph
1,325 ft
800 ft

Tour Overview

Starting Point
122 yd
2.04 mi
2.83 mi
6.01 mi
7.28 mi
10.7 mi
12.6 mi
14.6 mi
19.5 mi
20.6 mi
20.6 mi
Destination

Map

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Fcl went for a hike.

May 28, 2021

Comments

  • Fcl

    Ich näherte mich gestern Glyfada. Wusste, hier gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit. Also hatte ich schon im Vorfeld entschieden, dass ich das Quartier in Porto Lagos für zwei Nächte benutzen werde. Mit diesem Bild im Kopf näherte mich dem Ortseingang, da näherte sich mir ein weißes Auto und mein Gefühl sagte mir, sprich ihn an. Ich hob meine Hand, das Fahrzeug schwingt leicht, es kam neben mir zum Stehen, der Fahrer öffnete das Fenster. Und ich stellte nur die Bitte: können Sie mich bitte nach Porto Lagos fahren?Ein freundliches Gesicht, ein leichtes Lächeln mit innerer Freude, schaute nicht an, wiegte den Kopf und nickte, schaufelte den Beifahrersitz frei, so dass ich auf seiner Beifahrerseite einsteigen konnte.Neben ihm Platz nehmend schaute ich etwas in den Wagen hinein und nahm verschiedene technische Werkzeuge wahr; darüber kamen wir ins Gespräch. Er war Elektromechaniker mit guten Kenntnissen im Schweißen. Er bediente alle in der Umgebung mit seinen Dienstleistungen, weit über 20 km Radius hinaus, offensichtlich war er geschätzt. Er fuhr mich tatsächlich nach Porto Lagos. Ich bemerkte: ist das nicht eine paradiesische Landschaft. Sein Kommentar war sehr frappierend. Ja, es ist eine paradiesische Landschaft, sagte es mit einem Lächeln, wirtschaftlich aber ganz unten. Genau dieses Spannungsfeld, das hatte ich gespürt, aber er hat es mit einem kurzen Satz auf den Punkt gebracht.So kam ich in die Nähe meines Quartiers zurück, bedankte mich recht herzlich, lief die letzten 1.500 m noch und nahm einen kurzen Ausflug ans Meer. Es gab mehr Ruhe und eine Chance des Umschaltens.Heute Morgen hat der Vater meines Gastgebers sich bereit erklärt, mich wieder zurück an den Punkt in Glyfada zu fahren. Es ist ein sonniger Start in den Tag, von dem ich weiß, dass der Tag mit Gewittern und heftigem Regen enden soll, so die Wettervorhersage. Mein Gastgeber bemüht sich weiterhin liebevoll um mich, das Frühstück ist ausladend und gut, er gibt mir noch seinen Stempel in die Pässe. Auf der Fahrt spreche ich mit seinem Vater. Er ist ein abgeklärter Grandseigneur. Er hat ein inneres Feuer.Was in ihm gebrannt hatte, das war das Thema für den Tag, das Feuer.Mit Feuer verbinden wir so viele Themen, es ist ein Dauermerkmal, dass alles seine zwei Seiten hat. Das Feuer, das in jemandem brennt und diesen vorantreibt, dass ein Strahlen durch die Augen entstehen lässt. Ein Feuer, das wärmt, um das Menschen sich herumscharen, um sich daran zu wärmen, aber auch zu gruppieren, wodurch das Wärmen aus dem Feuer, aber auch aus dem Austausch entsteht, das Feuer, das nutzbringend Nahrung zum Kochen bringt, das Feuer, das das Licht in die Dunkelheit transportiert. So wie das Feuer, das stresst, ein unkontrollierter Brand, vernichtet Häuser, vernichtet Ernte, vernichtet.Wo gibt das Feuer von Feuer zum Feuer? Hat es etwas mit Absicht zu tun? Hat es etwas mit Eingriff zu tun?Ich glaube, es ist ein schmaler Grat, wo das lodernde Feuer Wärmehilfe und teilweise auch Reinheit spendet, dann aber umkippt, überschlägt und damit zum Vernichten in verheerenden Feuern wird, viele Brände sind die Folge eines vernünftig gelegten Feuers. Sicherlich sind einige auch mit Absicht als Vernichtung gelegt.Brannte uns nicht das Feuer im Herz ist eine bekannte Stelle, die daran erinnerte, dass in dem Augenblick, wo die Emmaus-Jünger mit Joshua auf einem Spaziergang zu Pessach zusammenkommen, von der berührenden, menschlichen, inspirierenden Art befeuert und begeistert wurden.Aus diesem befeuern und begeistern ist auch das Bild zu Pfingsten der Feuerzungen, des Geistes, der über die Menschen kam gut zu verstehen. Aus einem inneren Feuer heraus mitreißen, begeistern, bewegen.Wenn du begeistert bist, dann trägst du dieses Feuer in dir und möchtest es teilen. Dabei möchte ich nicht reduzieren auf ein spirituelles Glaubensthema sondern ein inneres Feuer. Wenn du für eine Marke als leitende Kraft tätig bist, dann bist du der Fackelträger dieser Marke. Du lebst dafür und stirbst dafür; so ist die pathetische Formulierung. Für etwas brennen. Es ist so etwas wie die innere Maschine, der Motor.Das Feuer hat oft in den verschiedenen Religionen einen reinigenden Charakter, womit ich den Bezug zum gestrigen Tage habe, dieses Kochgeschirr kann für die Vorbereitung zu Pessach nur durch Feuer befreit werden, vom Unrat. Daher ist auch das entzünden des Lichtes, nicht das Betätigen des Lichtschalters, sondern der Kerze, wenn möglich in dem etwas entzündet, und damit entflammt wird. Kleines Feuer. Nicht umsonst sagen wir auch, wir tragen lieber das Feuer weiter als die Asche. Nicht das verbrannte und vergangene, sondern das lebende, inspirierende und für die Zukunft gestaltende.Natürlich kann ich mit meiner Affinität zur Musik nicht umhin auf entsprechende Themen zu schauen wie zum Beispiel der Feuervogel. Hier liegt ja schon fast das vorhin genannte Zitat wieder in der Luft, der Phoenix aus der Asche. Das neue werden. Eine Metapher, die schon unglaublich breit in den asiatischen Strukturen unserer Vorstellungen vertieft ist. Durch manche Wälder muss ein Feuer rasen, um es zu reinigen, um es zu befreien, um es zu erfrischen; danach sprießt es vorbildlich, auch wenn der traurige Zustand zunächst betrübt.Und traurig wird es, wenn jemand einfach nur brüllt: Feuer! Das ist das Signal zum Abfeuern von Gewehren, Kriegszustand, Exekution, todbringend. Du musst schon genau hinhören und schon genau hinsehen, um zu sehen wo Feuer wohlbringend belebend oder todbringend, zerstörend ist.Zum Thema Feuer eine der bemerkenswertesten Opernaufführungen die ich erlebt habe: Chowanschtschina im Bolschoi-Theater im Jahre 1982. Zum Schluss brannte der Kremmel auf offener Bühne, mit einem gigantischen Feuer, Bühnentechnik vom feinsten, Rätsel für mich noch immer.Und wenn wir davon sprechen, dass das Feuer frisst, bekommt es eine eigene Lebenswirklichkeit. Und wenn das Feuer erlischt, dann ist es nicht nur gelöscht, durch mangelnde Nahrung und mangelndem Sauerstoff, wenn, dann geht auch dieses Licht aus, es wird dunkel. Und wenn etwas befeuert wird, dann wird etwas zugeführt, Nahrung für das Feuer, damit es sich entwickeln kann. Wenn es feurig schmeckt, dann brennt es im Mund und manchmal noch ein zweites Mal. Ist es wirklich dann das Feuer?Wenn das Feuer nichts verbrennt, was ist das dann? Der brennende Dornbusch. Ach ja: wenn es um das Feuer vom Himmel geht, dann ist das schon ein tolles Bild aus dem Elias. Musikalisch natürlich von Mendelssohn- Bartholdy lebendig befeuert.Eine Frage: sehen wir eigentlich das Feuer? Oder sehen wir nur die Folgen von Feuer? Die Asche, die Flammen, das Schlängeln der Flammen? Vielleicht sehen wir nur, dass etwas transformiert wird, vielleicht ist Feuer ein Synonym für Transformation.Wie schon gestern führt der Weg zwischen dem Meer zur Rechten und den Bergen in 30-50 km Entfernung zur Linken. Das Gefühl durch diese große Ebene zu laufen, ist sehr angenehm, weite Sicht aber gleichzeitig auch nur durch das ein oder andere Gebüsch und vor allen Dingen die Elektroinstallation in der Luft mit Raum haltenden Strukturen gebunden. Die Straße ist leer, Verkehr gegen null, Begegnungen keine. Ich bewege mich durch das osttrakische Naturreservat, gefühlt ist hier wirklich viel Natur.Plötzlich hällt neben mir auf einer leicht abschüssigen Straße ein dunkelroter Pick-up Truck an, die Fensterscheibe geht herunter, das Blinklicht ist eingeschaltet, ein freundlicher Herr, schätzungsweise Anfang der achtziger Jahre begrüßt mich: wohin des Weges?Er erklärt, dass sein Deutsch gelitten hat, weil er es nicht mehr anwendet, aber es ist noch sehr ordentlich. Bietet mir eine Mitfahrgelegenheit an, aber ich betone, dass ich laufe, frage nach, wie ich von Maroneia weiterkomme und er betont, kein Problem.Dann erklärt er mir die aktuelle Situation des Landstriches, durch den ich laufe, die Lebenssituation, seine Einschätzung, die Sorgen, die er damit verbindet, er hat Sorge vor einem möglichen Krieg, einen Angriff durch die Türkei, dass dieser Landstrich dann einfach vereinnahmt wird, es ist ein Handstreich, dies zu tun, kein großer Aufwand. Mangeldes Interesse seitens der Bevölkerung, die nur dumpf vor dem Fernsehen im Sessel döst, mangelndes Interesse, der in Athen sitzenden Regierung, mangelndes Interesse von allen andern. Zudem wird es doch überall brodeln: Armenien, der Irak, sei es der Iran, sei es die Türkei. Und wie sich USA und Amerika verhält, da kommt ein skeptisches … wieder freundlicher wünsche ich ihm eine gute Fahrt und er mir einen gesunden sicheren Weg.Kurz vor einem nicht bebrückten Übergang eines breiten Flusses interessiert sich die Polizei für mich, hielt an, öffnete das Fenster und fragte, woher ich komme und ob ich alleine bin, wo ich hin will und erstaunt über die Antwort zu Fuß, ließen sie mich freundlich beeindruckt weiterpilgern.Da fas Wasser ziemlich wild ablief, da werde ich mal besser Schuhe und Strümpfe ausziehen und dort einsteigen. Es ist eine Unbekannte.Ich hab das Hindernis gemeistert, schon mit etwas Aufregung, da der Beton unter der Wasseroberfläche leicht glitschig ist, durch den Auftrag grüner, nasser Algen und andere Arten von Pflanzen, kurz eine hohe Rutschinstabilität, versprach Spannung, zudem war die Strömung viel stärker, als ich mir das vorgestellt habe. Jetzt habe ich eine Vorstellung von der Kraft von Wasser und der Kraft zum Antrieb eines Laufkraftwerks. Due Dimension eines Tsunamis muss exorbitant beängstigend gewaltig sein.So komme ich auf einen Ort zu, sehe den vor dem Ort liegenden Friedhof, die ortsständige Kirche, die Ruhe, die sich über das Ganze ausgebreitet hat und trotzdem eine sehr gewisse Lebendigkeit, aus der Farbe der Fenster, in den Türen, ohne Menschen. Ich denke mir, es ist ein ewiges Wandeln, Werden und Vergehen, essen, trinken, reden, gebären, groß werden, essen, trinken, lieben, sterben.Der Ort hieß Imereas.Langsam komme ich wieder ans Meer. Vögel singend begleiten, ich habe zwei Schildkröten schnell in den See plumpsen sehen und beobachte dieses Naturreservat, einfach, friedlich, nicht wissend, was friedlich unter den einzelnen Tieren passiert. Das ist ein typisches Klischee, das Naturreservat, so eine Vorstufe des Paradieses, wo alle miteinander das Leben respektieren. Dabei vergessen wir, das, wenn Menschen das Leben leben, dies das Leben des anderen kostet.Kostet daher das Leben aus? Koste es, was es wolle? Selbst das seelische Leben? Lebe.Und dann hab ich eine Pause auf Einladung eingelegt. Eine Gruppe junger Männer unter Anleitung einer sehr freundlichen Hilfe lud mich ein, auf ein Glas Wasser, austauschen zu verschiedenen Themen, wie Merkel, Griechenland, Skopja, seine und meine Sichtweise, und die Türkei! Klare Sicht, klare Haltung, stolz auf seiner selbst, auf sein Land, bei dem Verhältnis von eins zu acht von Griechenland zu Türkei in puncto Bevölkerung, da hat er mit seinen Jungs keine Angst vor einer möglichen Konfliktsituation, beeindruckend. Trotz wirtschaftlicher Einbrüche in den letzten Monaten sehr zuversichtlich; auf eine hoffentlich gute erste Badesaison.Der Weg pendelt im wesentlichen in der Nähe des Meeres, mal mehr, mal weniger ins Land, mal mehr mal weniger, beruhigend und angenehm, fast kein Verkehr, kaum Menschen, viel Vogelgezwitscher und trotzdem ganz liebenswerte, fröhliche Menschen, große Gastlichkeit.So nähere ich mich Maroneia, werde mich dann dem Feierabend hingeben. Halt, vielleicht ist es eher ein Feuerabend, das Feuer in der Seele wirken lassen. Das innere Feuer ist sehr wichtig.

    • May 28, 2021

  • Herbert

    Just one word: HAMMERTOUR 😘💪👌👍📷🤗🤗🤗 !!!

    translated byView Original
    • May 28, 2021

  • Fcl

    @Herbert thank you for your compliment. I just slipped into the quarters, then the locks of the sky opened, a huge thunderstorm.

    translated byView Original
    • May 29, 2021

  • Imstillenwald

    A firework of moments and impressions ... 🥾🥾👈🙋‍♂️

    translated byView Original
    • May 29, 2021

  • Fcl

    @Imstillenwald Thank you very much

    translated byView Original
    • June 9, 2021

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