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Fcl

RnY95 - Von Agios Christophoros nach Kavala

RnY95 - Von Agios Christophoros nach Kavala

08:11
22.2 mi
2.7 mph
1,025 ft
1,400 ft

Tour Overview

Starting Point
0.43 mi
0.89 mi
3.28 mi
4.37 mi
6.43 mi
8.67 mi
8.67 mi
10.0 mi
10.4 mi
10.5 mi
11.1 mi
12.1 mi
12.1 mi
19.9 mi
20.8 mi
22.2 mi
Destination

Map

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Tour Profile

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Speed Profile

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Fcl went for a hike.

May 24, 2021

Comments

  • Fcl

    Das Thema liegt doch in Griechenland auf der Hand, Geschichte. Und so ist das die Frage: was ist Geschichte? Was ist eine Geschichte?Geschichte erzählt Geschichte und Geschichten. Geschichten erzählen Geschichten und Geschichte. Ist einfach klar was was ist?Wenn ich mir das Wort anschaue, es lese, ich schlicht als erstes natürlich denke an ‚Schicht im Schacht‘, ein fester Begriff. Aber es ist eher das Schichten. Das Übereinanderlegen von Ebenen, das Übereinanderaufbauen von Strukturen, vielleicht ist es sogar die historische Blockchain. Geschichte wiederholt sich nicht, dennoch können wir aus der Geschichte lernen. Lernen wir aus der Geschichte? Es ist erstaunlich wie wenig wir tatsächlich aus Geschichte und aus Geschichten lernen, wir hören Sie uns an, wir sehen Sie uns an, bestaunend, verärgert, beeindruckt, was immer gerade zu der Geschichte passt. Geschichte ist, das hat schon das Ge ausgedrückt Vergangenheit, ist damit immer abgeschlossen. Geschichte wirkt ins Jetzt, sehr lange und nachhaltig.Ein Beispiel ist die Übertragung der Vorstellung, dass der Apostel Paulus ein Christ war. Daraus abgeleitet, musste er mit seinen Besuchen in Europa natürlich auch christliche Gemeinden gründen.Paulus war einen durch Gamaliel exzellent ausgebildeter Jude und blieb Jude! Er beherrschte seine Kunst der Bibelauslegung. Wenn du die Stellen im neuen Testament sorgfältig liest,wirst du feststellen, dass Paulus von seinem jüdischen Glauben nie Abstand genommen hat. Er ist auch nicht bekehrt worden, sondern berufen worden, berufen den messianischen Gedanken in die Welt zu tragen, wir könnten stundenlange Gespräche dazu führen und es geht nicht um das Recht haben oder das besser wissen, sondern um das daraus resultierende Schichten von Geschichte.Wenn an einer Ausgrabungsstelle oder an einem Kloster oder an einer anderen Stelle angemerkt ist, das im Jahre 49 unserer Zeitrechnung shaul/Paulus hier zum ersten Mal europäischen Boden betreten hat, dann ist das so richtig. Wenn dort gesagt wird, dass er damit das Christentum nach Europa gebracht hat, so ist es schon ein interpretatorischer Raum. Wenn es oft genug gesagt wird, wird es Wirklichkeit.Ich hab es ja schon auf meiner Wanderung nach Santiago de Compostela erlebt, als ich an den Ort der Schlachten von Tour und Poitiers mich einfand. Die Rezeption der Geschichte dieser Schlachten ist sehr stark auch geprägt vom jeweiligen, zeitlichen Umfeld, der Betrachtung dieser Geschichte.Für mich eine der schönsten Beispiele für das Schichten von Geschichte ist Troja. Wie oft habe ich es gehört, Schliemann hat ausgegraben, aber die falsche Schicht als das historische Troja des berühmten Krieges identifiziert. Ich kann das nicht beurteilen. Ich bin angewiesen auf andere, die das können, das mit so viel Sachverstand und Ruhe, Aufgeklärtheit vornehmen, das es so nah wie möglich an der wirklichen Geschichte liegt.Der Diskurs über die Ereignisse, der Diskurs über die Bewertung braucht daher die kritische, offene Diskussion, eventuell auch den einen oder anderen Perspektivwechsel. Wenn Ereignisse bezogen werden auf etwas, was zum Beispiel in Europa passiert, wird oft gesagt, es war nach dem zweiten Weltkrieg. Man könnte auch sagen, es war nach dem Ende der braunen Brühe. Jeweils würde eine andere Gewichtung und Betrachtungsweise entstehen.Für die Einen war das Ende des Krieges verbunden mit dem Begriff Kapitulation, für die Andern war das Ende des Krieges verknüpft mit dem Begriff Niederlage, für wieder andere war dieser Begriff Ende des Krieges belegt mit der Wertigkeitsbefreiung. Faktisch war es nur das Ende eines Krieges.Dies klingt so schnörkellos nüchtern, nahezu kalt. Das war auch ein Teil der alten Unterrichtsmethode Geschichte, Jahreszahlen, Orte, Zeiträume. Aber es geht auch um die Fragestellung der einzelnen, persönlichen Geschichten, die dem ganzen ein Gesicht geben. Zusammenhänge aufzeigen, die verstehen lassen, wer wie betroffen war. Konstellationen vermitteln, die zeigen, welche Interessen aufeinander stießen und mit welchen Mitteln diese verfolgt wurden. Hier liegt die Chance des Lernens, die einen zum Penetrieren, die andern um vorausschauend zu wissen, was dies bedeuten könnte und wir wieder, um der Gefahr Herr zu werden; das ist Geschichte, die sich eh nicht wiederholt, dennoch wiederholt. Da liegt genau der Reiz: Geschichte selber wiederholt sich nicht, aber die Mechanismen, wenn Du Sie durchschaust, sie kommen immer wieder.Daher bietet sich das Bild der Schichten sehr wohl an. Um zum Kern zu kommen, muss man die Schichten abtragen. Ist das nicht eine wunderbare Aufgabe für uns, zum Kern zu kommen, zur Wurzel? Dieses auf der Suche treibt mich. Es tut gut WurzelVorschuss zu sein, wissend, dass nicht wissend, Geschichten Geschichte und Geschichten Geschichte sein kann.Auf dem Weg Richtung Philippi von meinem Start in Agios Christophorus komme ich über eine Brücke an der ein kleines Wehr und ein gigantisches Biotop mir den Klang von Fröschen und Vögeln schenkt, zu einer großartigen Symphonie für Menschen, die Akustik ist wie im Konzertsaal schön, hat mich berührt, mir nahegegangen.Durch die Felder führte der Weg, große Felder mit unterschiedlicher Pflanzung, dazwischen große Bewässerungskanäle und überall wurde mächtig Wasser gesprengt.Es ist eine große Ebene zwischen der Gebirgskette zur Rechten die zum Mittelmeer hin steht, Pangeo, und zur linken, an der das Skigebiet sich befindet. Es ist ein himmlisch paradiesisches Gebiet und ich laufe langsam auf Philippi zu, sehe schon den Burgberg, die Akropolis.Als ich zur Straße kam, bot sich mir zur rechten Hand unter einem Baum ein besonders einladendes Plätzchen. eine hölzerne Bank, ein steinerner Tisch sowie ein Plastikstuhl sagten: Frieder, Ruhe Dich einen Augenblick aus.Ich habe die Einladung dankend angenommen, in den Schatten gelegt, nach ungefähr zwölfeinhalb Kilometern einmal durchzuschnaufen, etwas zu trinken, kurz die Beine hoch zu legen und auf die Tour zu schauen.Neugierig näherte ich mich der ersten Landmarke, wo es irgendetwas mit Moor und Bad geben sollte. Ich kam in die Nähe und sah, wie eine Frau eine große Plane über die Straße hin und her schob, offensichtlich mit irgendwelchen Abfällen auf der einen Seite beladen, auf der anderen Seite entladen. Sie sprach mich an, mit einem fröhlichen Lächeln und bot mir ein Glas Wasser an, ich konnte nicht ablehnen und ging mit ihr in das Gelände; kurze Zeit später kam die Leiterin der Anlage dazu, die 16 Jahre in Leonberg gelebt hat und ein tadelloses Deutsch sprach.Das Gespräch zwischen Englisch, Griechisch und Deutsch drehte sich um wie ich hierher gekommen bin und natürlich was es hier besonderes gibt. Es ist ein Moorbad, mit großer heilender Wirkung, wozu viele Leute anreisen, aus nah und fern, auch aus Deutschland. Mir wurde das Bad dann auch kurz gezeigt; gepflegt, charmant, angenehm, gelungen.Mein Rucksack wurde voll gepackt mit Verpflegung für den Tag und vielleicht auch den nächsten, ich hab mich gefreut, bekam noch einen Kaffee mit Milch und Zucker und vor allen Dingen, Eis in das aufgewärmte Wasser. Es war einfach einladend und aus dieser kurzen Erlebnisaufnahme sehr zu empfehlen.Ich näherte mich dem vor mir liegenden Berg, dachte ich wäre jetzt zunächst in Philippi, stand aber in der Nähe der aus christlicher Sicht ersten Taufe auf europäischem Boden durch Shaul/Paulus. Die heilige Lydia. Das bemerkenswerte ist, dass die Christen dies als Taufe unter christlichen Aspekten sehen und dabei unter Umständen vergessen, dass erstens Paulus Jude war und blieb und zweitens auch Jesus/Joshua getauft wurde, bevor er Christ war, als Jude von Johannes dem Täufer. Es ist ein Reinigungsbad im Sinne von sich in das Tauchbad bewegen die Mikwe, eine Tradition die urjüdisch ist und nicht unbedingt sofort das Thema einer christlichen Taufe für sich beansprucht; ohne darüber nachzudenken, wiederholen wir das uns gesagte und nehmen es als gegeben. Und ich betone, ich will hier nicht Besserwisser sein, sondern einfach meine Sichtweise teilen. Danke.Nach der Besichtigung des archäologischen Museums zu Philippi, mit einigen Besonderheiten, die einen Besuch sicherlich mehr als sinnvoll erscheinen lassen, bin ich durch die Ausgrabungsstätte etwas orientierungslos gelaufen, da zurzeit viele Ausgrabungen stattfinden, es keinen effektiven Wegverlauf gibt, trotzdem konnte ich mir ein Bild machen von der Stadt, die einst mazedonische, griechische, römische, christliche, byzantinische Schichten aufweist, heute ein Trümmerfeld, an dem so gearbeitet wird, dass man wieder entschlüsseln kann, was war.Das Forum, eine große Fläche, an der wie im Altertum üblich und nicht anders auch heute eine Reihe von Verkaufsläden angebracht waren, die Kirche, die an Paulus erinnern soll ist interessanterweise in einem Achteckstil, dem Oktogon, das Bild des himmlischen Jerusalems erstellt und erinnert mich natürlich sofort an den Start in meiner Reise in Aachen.Aus dem unten gelegenen Hauptteil der Stadt bewege ich mich dann in Ruhe aufwärts Richtung Theater und fand zwei einfache Bänke unter einem Olivenhain, der lud mich ein zu einer weiteren genüsslichen Pause, das hat mir wieder gut getan. Und nun stehe ich im Theater; alles Theater?Nachdem ich dann den prähistorischen Ort passiert habe, hier reicht die Geschicht ungefähr 8.000 Jahre zurück, befand ich mich auf der langen Geraden. Als ich so darüber nachdenke, erinnere ich mich natürlich an den Werbespruch, den ich erst in den letzten Tage erwähnte, mit immer gerade aus, Richtung Norden, der kühle. Heute: immer gerade aus Richtung Süden, immer wärmer, trocknen, Durst, bestimmt kommt es, ein tolles großes Blondes.Es geht nun mächtig bergan. Kurz vor dem Pass nimmt dann plötzlich in einem Ort der Weg einen Ausbruch nach Rechts, gefolgt von einem Linksabbieger, jetzt parallel zur großen Hauptstraße. Und mit und mit bist du heute auf der Via Egnatia, abseits vom Strom, auf ins Grüne, mit einem extrem steilen Aufstieg.Gefühlt bestätigte sich damit für mich das, was ich den ganzen Tag schon empfunden habe, in einem Kraterkessel zu sein, zu allen Seiten hin Berge, du nur ein Übersteigen als Möglichkeit.Im Tal bildete sich leichter Dunst, weiter entfernt war die Sicht verschwommen, ist nicht mehr möglich, sehe, dass es eine große Landebahn gab und für mich sehr deutlich zu sehen, die Akropolis von Philippi, damit konnte ich zurückschauen auf die lange Gerade Richtung SüdenIch gehe noch ein Stück weiter, noch mal ein steiniges Stück, komme auf den Pass und bin in einem wunderbaren Pinienhain, eine angenehme, kühlende, klimatische Wirkung und durch das dichte Nadelgehölz sehe ich das Meer und die Stadtdächer, die sich in rot abzeichnen, das Meer in dunkelblau, ganz weit draußen sehe ich die Insel Thasos.Ich bin kurz vor Kavala, vor der Bucht und dem Hafen. Hier oben herrscht Ruhe, ich höre nur die Vöglein, die zuversichtlich und fröhlich zwitschern, im abendlichen Sonnenschein, nur ich stark schwitzend, falle aus der Rolle.Die Geschichte für den Tag: Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Archetypen, die Finten, die Listen, die Strategien. Es ist, als wenn du Jo spielst. Es gibt nur zwei Steine, eine Reihe von Spielfeldern und es geht dadrum, geschickt zu spielen.Geschichte wiederholt sich nicht, die Ähnlichkeit ist die Faszination, Vielfalt mit allen Traurigkeiten aber auch Freuden.

    • May 25, 2021

  • Sigrid H

    if you go on a trip, you can tell stories :)

    translated byView Original
    • May 26, 2021

  • Fcl

    @Sigrid H That's it. Thank you 😊

    translated byView Original
    • May 26, 2021

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