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Fcl

RnY94 - Von Rodolívos nach Agios Christophoros

RnY94 - Von Rodolívos nach Agios Christophoros

06:52
16.9 mi
2.5 mph
1,925 ft
2,525 ft

Tour Overview

Starting Point
274 yd
0.86 mi
2.47 mi
2.83 mi
2.89 mi
3.41 mi
5.91 mi
5.91 mi
9.84 mi
11.9 mi
12.1 mi
14.2 mi
16.9 mi
Destination

Map

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Tour Profile

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Fcl went for a hike.

May 23, 2021

Comments

  • Fcl

    Ich bin lahm. Die Blase an der linken Ferse macht mächtig zu schaffen. Trotzdem war eine der ersten Inspiration nach dem Verlassen des Hauses, obwohl ich doch das Schlagen der Glocke hörte, der Blick auf eine auf einer Schnecke tanzenden Person. Der Tanz, er lag in der Luft. Und ich war schon geneigt, mich mit dem Tanz voll und ganz zu beschäftigen, die Gedanken sprudelten und ich erinnerte mich, da war doch was, war es nicht Wien, wo ich den Walzer als einen der Tänze mit dem Umfeld von Tanz gedacht habe.So sehen wir, am Tanz lag so wenig, konnte mich nicht dazu durchringen einen weiteren Tag mit dem Tanz zu verbringen, aber ich erinnerte mich an den rhythmischen Schlag der Glocke. Die Glocke ruft zum Gottesdienst. So ist es hinlängliche Tradition. Hier im griechischen Umfeld ruft die Glocke ebenso zum Gottesdienst wie in Deutschland. Der, der sie heute geschlagen hat, hat bewusst mit drei Schlägen zum Schluss signalisiert: das ist Schluss. In der Musik wurde dieser Schlussteil auch oft der große Dreier genannt, mit dem im Prinzip das laufende Stück zu einem Ende, zu einem Haltepunkt, zu einem Schluss kommt.Glocken, mächtige Gebilde, gegossen mit Bronze oder Stahl, wo ein Klöppel gegen die Innenhaut schlägt und damit ein vibrieren, das einen im Raum stehenden Ton erzeugt, mit wunderbaren, spezifischen Obertönen, die schon berühren.Die Glocke ist auch ein Gedicht von Friedrich Schiller. Mein Vater hat es gerne zitiert und rezitiert. Dabei war die besondere Stärke, es vorzutragen, nicht nur in der Urform und in der ursprünglichen Form und in der ursprünglich gedachten Form, nein, er konnte es aufführen und darstellen in verschiedenen, persönlichen Situationen, als kleines Kind, als jemand, der Sänger ist, als jemand, der Soldat ist, als jemand, der auf dem Donnerbalken sitzt. Ein Ringen mit der eigenen Person im Denken und reflektieren oder einzig auch nur Vortragen der Glocke. Unvergesslich seine schauspielerische Leistung dabei, insbesondere wenn das kleine Mädchen beim Vortrag die dritte Zeile schon vergessen hatte und in Tränen ausbrach.Eine Glockengießerei zu besuchen kann ich nur empfehlen, es hat etwas geheimnisvolles und wo man es so, wie das Gedicht anfängt, es wird eine Form gebrannt. Mit der Form entsteht ein Ur-Bild dessen, was werden soll.Die Glocke ist ein Signalgeber. Und je nach benötigter Wirkung und Reichweite sind es klitzekleine oder richtig große. Die mächtig Großen hängen meistens in der Nähe von Kirchen oder in Kirchen und sie rufen über die Stadt hinaus, über das Viertel hinaus, die Gemeinde zum Gottesdienst. Manche Glockenzeichen dienen der allgemeinen Orientierung. Im katholischen Umfeld kann der nicht Gottesdienst-Teilnehmer anhand von spezifischen Glockenschlägen erahnen, was gerade im Gottesdienst passiert.Gemeinsam haben die meisten Kirchenglocken die Orientierung an der Uhrzeit und geben Signal zur halben Stunde, zur vollen Stunde, eventuell zur viertel Stunde, mit Angabe der vollen Uhrzeit.Die ganz kleinen Glocken zu Tisch mit der Möglichkeit, alle gemeinsam aufzurufen zum Beispiel Stille zu werden oder sich jetzt dem Essen zu widmen oder acht zu geben, dass die Suppe gereicht wird, die etwas größere Glocke, die in einem Versammlungsraum die Gemeinschaft zur Ruhe ruft, zur Aufmerksamkeit, zur Stille für das, was jetzt wichtig sein soll.Die Glocke, die der Milchmann, zumindest in früheren Zeiten, und hier auch noch heute, dann bedient, wenn er in einer Straße einfährt, um auf sein Geschäft aufmerksam zu machen: Leute kauft Milch. Und es ist nicht nur der Milchmann, der davon Gebrauch macht, auch der Bäcker oder der Alträuchermann, und es kann auch die Frau sein, die durch die Gegend fährt und auf ihr Geschäft aufmerksam macht. Die Glocke, Signalgeber, manchmal aber auch Informationsträger. Und wenn wir schon bei der Glocke sind,dann können wir die Schiffsglocke,die beispielsweise andeutet und ankündigt, es passiert etwas, bitte Aufmerksamkeit, das Schiff legt gleich los.Das Besondere an der Glocke ist die sicherlich auffallende Form. Die Form ist so bemerkenswert, dass an dieser Form sich auch der Name einer Blume angelehnt hat, die Glockenblume. Selbst ein Bauwerk wird in Form einer steinernen Glocke gedacht. Die besondere Kirche in Dresden. Welch Freude war es für die Stadt, diese Kirche aus Trümmern wieder zu errichten, aus Dankbarkeit, was einem Trümmer Mahnmal, ein Gedanken Mahnmal für Frieden und Freiheit zu stiften.In der Musik ist natürlich die Glocke ein gern genutztes Instrument, um einen sakralen Charakter oder einen müßig entrückten Charakter zu kreieren oder um eben genau dieses Merkmal von Stetigkeit des triumphalen Einsetzen von Glocken und zum Beispiel das Ende eines Krieges oder ein sonstiger besonderer Anlass auch akustisch unterstützt werden soll. Wagner hat dies geschickt im Parsifal eingesetzt, aber auch Maurice Ravel bei der Instrumentalisierung der Bilder einer Ausstellung.Und die Funktion der Glocke als Achtung Hallo ist vielleicht in einer anderen Gegend durch den Gong abgedeckt.Die Königsdisziplin der Glocke ist das Glockenspiel. Und auch hier ist sicherlich sofort der Gedanke bei der Zauberflöte und Mozart. Der Einsatz dieses Instrument ist im Prinzip wahrsten Sinne des Wortes verzaubert, aber es geht um mehr. Es geht um das Nutzen vieler Glöckchen, um zu einer Reihe von Tönen eine Melodie, ein Lied zu kreieren. Glockenspiele sind in Städten beliebte Anlaufpunkte, stundenlang stehen oft Menschen davor, um das Spiel der Glocken unter Umständen mit einem aufwändigen, synchronen Bewegen von Figuren beobachten zu können; hier wird oft Stadt-Geschichte erzählt.Besonders auffallend ist dies im belgischen Raum, wo die Glockenspieler mit mächtigen Einsatz von Fäusten die Lieder zum Leben erwecken. Carillon genannt. Und auch dahinter liegt eine ganz große, weite Welt, für die es sich lohnen würde, einzutauchen bis hin nach Westminster.Das Glockenspiel von Westminster lag mir von frühester Kindheit im Ohr, nicht weil ich so nahe am Ort des ursprünglichen Klanges gewohnt habe, sondern weil meine Großeltern eine Miniatur als große, alte Uhr auf dem Wohnzimmerschrank stehen hatten; hin und wieder durfte ich unter Aufsicht die Feder aufziehen.Diese Gedanken haben mich heute Morgen aus dem Ort Rohdolivos hinaus getragen, in eine wunderbare Landschaft. Der Höhnweg mit weiten Blicken in die Berge, dazwischen schattierte, rote Flecken mit der Ansammlung von Häusern, die eine ziemlich einheitliche Dachfarbe haben, aber dennoch durch die verschiedenen Höhen und Farbgebung und durch die Sonne einen wunderbar lebendigen Flecken darstellen. Zu meiner Rechten sind die Hügel schon sehr nah, es ist der Gebirgszug des Spangen, der mich gerade hier an der Stelle genau vom Mittelmeer abgrenzt, ich weiß, dahinter liegt die Sehnsucht des Meeres und ich werde es sicherlich spätestens morgen wieder sehen. Ich höre das leichte Zirpen, es halt über den ganzen Raum, dazwischen vielfältige Vogelstimmen und dies alles in einer Urruhe; ich genieße es und merke die innere Freude, die mich aufrecht richtig belebt. Heute ist übrigens Sonntag und in Deutschland nennt sich dieser spezielle Sonntag heute Pfingsten. Vielleicht zieht auch bei mir so etwas wie ein Windbraus ein, in einer himmlisch friedlichen Umgebung.Von den Feldern kam ich nun in den Ort und nach einem kurzen Durchgang durch eine kleine Gasse völlig unvermittelt auf einen großen Platz, vor dem ein Restaurant neben dem anderen stand, ein wirklich schönes lebendiges Treiben, Menschen saßen im Café, es gab Ausstellungen zum Verkauf von Ware, Kleidung, kleiner Markt, lebendig das Leben;es ist wieder da, auf dem Marktplatz. Hier steht eine lebensgroße Figur von Karamanlis, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Griechenland, der auch schon etwa 23 Jahre tot ist. Gedenken an Leistungsträger hat in Griechenland offensichtlich Bedeutung, ich bin schon wieder fast aus der Stadt, gehe durch das ruhige Viertel, wo die Schule steht, über dem Sportplatz liegt sonntägliche Ruhe. Und der Sportplatz ist gewidmet: Achilles Karamanlis.Und dann löst sich das Rätsel mit Karamanlis. Ich komme an den Friedhof und möchte die weiße Farbe des Friedhofs, der allen Grabsteinen gemein ist ablichten. Da kommt mir ein stämmiger, fröhlicher Grieche entgegen und wir kommen ins Gespräch. Ich sehe nämlich an der Kirche, die auf dem Friedhof steht,den Namen Karamanlis stehen. Und er erklärt mir, dass die Familie aus diesem Ort stammt, auch der in der Innenstadt verehrte, ehemalige Ministerpräsident. Und dass dessen Eltern auf diesem Friedhof liegen, sowie zwei Brüder. Ich bekomme einen Einblick in die Familiengeschichte und Ortsgeschichte, denn auch der Bruder, der hinter den Eltern rechts liegt, war Ministerpräsident von Griechenland. Und er erklärt mir, wie der Fluss Strymon Grenze war in kriegerischen Auseinandersetzungen. In seinem Gebiet, da wo wir jetzt stehen, so hab ich es verstanden,hat es im ersten Weltkrieg hohe Verluste gegeben und im zweiten Weltkrieg ganz geringe. Auf der anderen Seite des Flusses waren die Verhältnisse fast umgekehrt. Aus dem Ort, in dem wir sind, haben 200 Familien in Deutschland gelebt und gearbeitet; es gibt eine große Nähe zu Deutschland. Er kann belebt erzählen, er kennt seine Geschichte in vielen Details und vielen Möglichkeiten, mit fundierten Vergleichen; er fragt natürlich, wohin ich unterwegs bin und wo ich herkomme, ich erzähle mein Sprüchlein und er erzählt, das er bereits zweimal in den letzten zehn Jahren in Israel war und dieses Land liebt, man sieht sein Strahlen; er erzählt auch,wie er Reisen in die Türkei unternommen hat, warnt mich vor dem Durchlaufen von Syrien und Libanon,kann sich begeistern für eine Schiffsreise um dieses Gebiet über Zypern hinaus,hat viele Ideen und zum Schluss nehmen Tsakis Nounis und ich ein gemeinsames Foto auf. Die Friedhofskapelle wurde übrigens vom acht Familien gestiftet, aus Dankbarkeit und Stolz.Nun geht es in die Berge in Richtung des Klosters, von dem er mir dann noch gesagt hat, es sei das wichtigste weit und breit im Gelände, denn auch dieser Landstrich hatte zweimal für dieses Kloster gekämpft.Auf dem neuen Weg war ich schon nach kurzem Abschnitt vom Weg bewegt, parallel zum geplanten und angestrebten Pfad, anfangs war es schön und ich war zufrieden. Doch wie zu erwarten, kam auch ein Abschnitt, der weniger schön war, nahezu undurchdringliches Gestrüpp,eine alte Bekanntschaft von mir.Habe es aber in Ruhe genommen und kam in den nächsten Ort mit dem Wunsch, wie schön es wäre, eine Bank zu finden, im Schatten.Ich kam links um eine Biegung und da stand sie, die gewünschte Bank unter einem Olivenbaum. Es war kurz nach elf und ich gönnte mir die Pause an diesem geistlichen Ort, zog die Schuhe aus und lehnte mich an den Rucksack auf dieser Bank, wohl nicht schlafend, eher ruhend.Angenehm war es, den Vögeln zu lauschen und auch wahrzunehmen, wie ein leichtes Leben in der Stadt war. Sonntäglich ruhig war es, aber eine Frau führte ihr schwarzes Sonntagskleid aus, im bestmöglichen, aufrechten Gang, mit einem gewissen, sonntäglichen Stolz.Nach dem Ruhen richtete ich meine Sachen, nahm den Weg wieder auf, nachdem ich abgeklärt hatte, welche Alternativen es gibt und irgendeine Stimme sagte mir, bleib auf deinem Weg. Sie nahm zwei Biegungen und traute meinen Augen nicht. Das ist mir wie ins Auge geschossen, der Stern Davids. Es stand hier eine alte, zerfallende Synagoge in einem unglaublichen Ausmaß mit romanischen Bögen, nicht erwartet, nirgends eingezeichnet, vergessen. Einzig der Magen David mit einem kleinen hebräischen Schriftzug war zu erkennen und dann wusste ich, warum ich eben diesen Weg nehmen musste, freue mich über eine zweite gute Begegnung an dem Tag und bin gespannt was er noch bringen wird.Nach diesem besonderen Erlebnis war ich so froh gemuht, so guter Stimmung, dass ich mich auf den weiteren Weg freute. Zu früh gefreut.Als ich die Straße verließ, von Komoot geplant angekündigt, führte der Weg langsam, sehr schön in den Berg hinein und kam dann nach einer Wendung an eine undurchdringbare, grüne Wand, wo ich den Weg suchte, er war nicht wirklich zu finden, er schien zugewachsen zu sein. Dazu hatte ich auf meinem Smartphone Bildschirm geschaut und in dem Augenblick sah ich, wie eine wunderbare Libelle in ihrer vollen, prächtigen Ausbreitung - mindestens acht, wenn nicht 10 cm breit - sich auf eine grüne Pflanze setzte, ich wollte sie fotografieren, hantierte mit meinen Stöcken und mit meinem Mobiltelefon, dann rutschte mir ein Schweißtropfen als Melange mit Sonnenöl ins Auge, ich war behindert, die Libelle war weg und dann war ich ziemlich zerknirscht, ich ging den Weg zurück zur Straße, die ich eigentlich nicht gehen wollte, war in mich leicht stinkig versunken, schwitzte umso mehr, nahm das schon mehrfach gebrauchte Tempotaschentuch zum Abtropfen und stellte fest, dass ich auch noch die Mund- und Nasenmaske verloren habe. Das ist einfach zu viel. Im Augenblick, wo ich es hier loslasse, lasse ich auch von meiner Problematik los. Es ist einfach Würdigkeit und Unzufriedenheit, aus eigenem Verursachen. Jetzt weiß ich, die Schuhe sind einfach eine Nummer zu klein.Zur Ruhe gekommen, geht es nun den langen Anstieg zum Kloster Panagia Eikosifoinissa. In der prallen Sonne, manche würden sagen erbarmungslos, gehe ich ziemlich rhythmisch, orientiere mich an einen Mittelstreifen und beobachte, wie sich die Schweißperlen bilden, oben auf die Brille hineinfallen, über das Brillenglas runterrutschen und aus der Brille unten heraus auf meine Backen fließen; es ist ein ewiges Kommen und Gehen von Flüssigkeit, ich spüre immer wieder, wie sich ein neuer Tropfen bildet, ansammelt und seine Bahn sucht und nimmt. Besonders bemerkenswert ist, dass ich nun beobachte, was meine Augen machen; das ist es, sie schützen sich vor dem salzigen Melange-Gemisch von Schweiß und Sonnencreme. Des Weiteren beobachte ich meine Augen, wenn ich genau senkrecht zwischen meine Füße gucke, gibt es ein Verschwimmen des Bildes, weil es sehr schnell ist, die Auflösung der einzelnen Bilder ist nicht mehr gewährleistet; wenn ich ungefähr ein bis anderthalb Meter vorausschaue, habe ich das Gefühl, dass das Auge immer einen Halt sucht, dadurch ein stabiles Bild entsteht und fast in der Schrittfolge ein Schritt im Bild nach vorne setzen, also ein Bild festhalten, Bild festhalten, Bild festhalten; phänomenal, was das Auge macht, ohne dass wir es vielleicht genau wissen und auch immer beobachten; ich hab vielleicht etwas für mich gelernt.Nahm den Weg wie eine kleine Maschine, sehr rhythmisch, aber damit auch nicht konzentriert und der Sehraum war weniger als das direkte Umfeld, etwa 1 m². Aber es war Konzentration, immer die Chance mit all den Umständen, der brennenden Hitze den Berg in Ruhe zu nehmen.Oben angekommen nutze ich gleich die Chance in einer anderen Form Energie zu tanken.Ich suche mir eine neue Schutzmaske heraus, lege sie an und betrat das Selbstbedienungsrestaurant, wollte nach Orangensaft fragen und schon sagte die Dame: Sie sprechen bestimmt deutsch. In einem tadellosen Deutsch, sie hatte 20 Jahre in Deutschland gelebt und war wieder hier, war fröhlich und zufrieden. Nun ein Orangensaft und ein richtig schönes, süßes Teilchen. Sie gab mir dazu noch eine Unterlage mit der Beschreibung der Geschichte des Klosters und mit Hinweisen zu den Umständen und als ich ihr sagte das ich nach Jerusalem pilgere, gab sie mir einen Euro und nahm mir das Versprechen ab, für Sie eine Kerze zu zünden. Die große Anlage war beeindruckend, ebenso von der sofortigen Ruhe und der begehrten Offenheit. Ich ging durch das Tor in den Innenhof zur Kirche, betrat die Kirche und war sofort im Bann dieser Kirche. Sie hat eine starke dunkle Grundhaltung, in der das Gold des achteckigen Leuchters ebenso hervorsticht wie die anderen Goldgaben, alles drapiert vor dem inzwischen geschützten Abbild des Heiligtums einer Mutter Gottes Darstellung mit Christus, eigentlich auf zwei Holzbrettern dargestellt. Die Geschichte: es war mal ein Brett, zerbrach dem Gestalter im letzten Augenblick. Ich glaube viele von uns kennen das Erleben, wenn etwas fast fertig ist,aber eben auch nur fast. Es wurde jedenfalls dieser Kirche zu einem großen Sieg.Sie gilt als eine der ältesten, wenn nicht älteste Klosteranlage, die weit zurück reicht. Ein älterer Herr kam mit mir ins Gespräch er feiert morgen seinen 78. Geburtstag, er konnte so seine englischen Zahlenkenntnisse mit mir in Ruhe ausprobieren, ich gab ihm auch meine Zeit.Es kam ein jüngerer Mann auf mich zu, der offensichtlich in Deutschland lange gelebt hat, er sprach ein tadelloses Deutsch, kam ins Gespräch über meine Reise und das Zusammenleben der Religionen. Er replikt: es kommt darauf an, welcher Religion angehörst, sondern wie dein Herz spricht. Es kam eine kleine Nonne, die fragte ich, ob ich einen Stempel erhalten könnte, als Erinnerung, sie bemühte sich, kam zurück, bat mich in den Kirchenraum zu gehen und dort zu warten,es würde jemand kommen.Ich begab mich zurück in die Kirche, entledigte mich von Rucksack, Stöcke und Mütze und nahm auf einen der wunderbaren Stühle Platz, entspannte mich, lauschte in den Raum, beobachtete Details, die Gestaltung der Säulen, die Malereien, bis in die tiefste Kuppel mit Details, die schon sehr liebenswert und überlegt waren. Es kam eine etwas größere Schwester mit dem sorgsam eingepackten Stempel und Stempelkissen. Sie setzt mir in beide Bücher einen Stempel mit einer Liebenswürdigkeit und einer Hartnäckigkeit, das ist wirklich ein ganz tiefes Verstehen, Gedanken, ich schaue mir den Stempel an und fand die Details abgedruckt.Heiß ist es, wieder runter vom Berg, ins Tal, noch an ein, zwei oder sogar drei Klöster vorbei und dann zur Ruhe kommen, um das alles nachwirken zu lassen, ein schöner Tag auch wenn es zwischendrin ein unglückliches Gefühl gab; wie wird das sich aber durch das Nachdenken und Reden sehr gut bekommen.Nun bin ich doch fast am Ziel und komme wieder zur Glocke. Ich erinnere mich an die Osterglocke nicht nur die, die in der Kirche läutet, sondern auch die Blume, ein schöner Name für einen Blüte, weiß auch die Verbindung zum blühen und Blüte aus den Vortagen, wieder stellt das Merkmal sich ein, ich erinnere mich an die Osterglocken am Pfingstsonntag und was noch viel spannender ist,ein guter alter Freund,Hermann Walter Erbslöh hat mir ausgerechnet jetzt ein Gedicht von Erich Kästner geschickt, zum Thema Glocke. Es gibt keinen Zufall.Es läuten die GlockenWenn im Turm die Glocken läuten,
    Kann das vielerlei bedeuten.
    Erstens: Daß ein Festtag ist.
    Dann: Daß du geboren bist.
    Drittens: Daß dich jemand liebt.
    Viertens: Daß dich’s nicht mehr gibt.
    Kurz und gut, das Glockenläuten
    Hat nur wenig zu bedeuten
    (Erich Kästner)

    • May 24, 2021

  • Imstillenwald

    Thanks for the vivid descriptions of your tours! It's Pentecost! 😍😎

    translated byView Original
    • May 26, 2021

  • Imstillenwald

    Addendum: I would come with you to Mount Athos!

    translated byView Original
    • May 26, 2021

  • Fcl

    @Imstillenwald Thank you very much for your words. Athos is conceivable in three to five years. Just take a look.

    translated byView Original
    • May 26, 2021

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