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Les Guilvinistes

«In naher Ferne»: Auf dem Hölderlinpfad von Bad Homburg nach Frankfurt

«In naher Ferne»: Auf dem Hölderlinpfad von Bad Homburg nach Frankfurt

04:33
38.8 mi
8.5 mph
1,075 ft
1,275 ft

Tour Overview

Starting Point
0.43 mi
0.50 mi
0.53 mi
4.49 mi
4.57 mi
4.69 mi
5.40 mi
Hauptwache
5.80 mi
5.83 mi
6.32 mi
Alte Oper
6.36 mi
6.75 mi
6.75 mi
Hölderlin-Denkmal von Hans Mettel im Westend
7.31 mi
7.31 mi
8.23 mi
9.32 mi
9.89 mi
An der Nidda
12.4 mi
Am alten jüdischen Friedhof Niederursel
12.8 mi
Am «neuen» jüdischen Friedhof Niederursel
12.8 mi
12.8 mi
13.0 mi
13.8 mi
Rapsblüte bei Weißkirchen
15.4 mi
Blick über die Felder bei Bommersheim Richtung Bad Homburg
17.3 mi
Am Bommersheimer Weg
18.3 mi
Schloßplatz und Hexenturm
Bad Homburger Schloß (Nordseite)
Laternenfestbrunnen
Am Marktplatz
19.0 mi
Schwanenteich im Kurgarten
Schwanenteich-Brücklein
19.2 mi
19.2 mi
Relief am Hölderlin-Denkmal
Hölderlin Denkmal von 1888 im Kurpark
19.8 mi
19.8 mi
Ausgangspunkt des Hölderlinpfades am Landgrafenschloß
Eingang zum Schloß von der Dorotheenstraße
Sinclair-Haus
20.4 mi
Herrhausen-Brücke
«Melancholia» von Hanneke Beaumont
21.5 mi
Wegweiser am Kronenhof
Zeppelinstein am Kalbacher Weg
22.5 mi
Grenzstein
23.2 mi
Frankfurt in «naher Ferne»
23.3 mi
24.1 mi
Blick zurück Richtung Taunushöhe
26.6 mi
26.9 mi
Grüngürteltier am alten Flugplatz Bonames
Hölderlin-Gedenktafel am Nidda-Ufer
31.0 mi
«Figurengruppe» von Anneliese Sund am Sinaipark
32.7 mi
Holzhausenschlößchen
32.8 mi
33.5 mi
33.8 mi
Kirschblüte am Börsenplatz
34.1 mi
Kaiserplatz und Frankfurter Hof
Karmeliterkloster
34.6 mi
34.6 mi
35.0 mi
35.1 mi
35.2 mi
35.4 mi
36.4 mi
36.4 mi
37.5 mi
37.6 mi
37.8 mi
37.9 mi
38.0 mi
38.0 mi
38.1 mi
38.1 mi
38.6 mi
38.7 mi
38.8 mi
39.0 mi
39.1 mi
38.8 mi
Destination

Tour Profile

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Speed Profile

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Les Guilvinistes went for a bike ride.

April 24, 2021

Comments

  • Les Guilvinistes

    «Komm! ins Offene, Freund!» Die vielzitierten sehnsuchtsvollen Worte, mit denen Friedrich Hölderlin sein elegisches «Der Gang aufs Land» anheben lässt, wollen wir mal mehr oder weniger wörtlich nehmen - und an manchen Stellen der heutigen Schleife gelingt es sogar 😉Los geht's von Offenbach aus durch die Oberräder Gärten in die morgendlich ruhige Frankfurter Innenstadt - da galt es noch schnell etwas abzuholen - um dann in der kleinen Grünanlage im Westend, Ecke Bockenheimer Landstraße und Freiherr-vom-Stein-Straße, dem von Hans Mettel geschaffenen Hölderlin einen Besuch abzustatten. Die Bronzeskulptur samt seitlich positionierter Steinmauer, auf der die Menschenschicksals-Strophe aus «Hyperions Schicksalslied» eingemeißelt ist, markieren den Ort an der Bockenheimer Landstraße, wo bis 1944 das sogenannte Gontard'sche Gartenhaus stand. Von 1796 bis 1798 war Hölderlin als Hauslehrer bei der Frankfurter Bankiers- und Kaufmannsfamilie Gontard angestellt, vornehmlich für den damals achtjährigen Sohn Henry. Doch entwickelte sich zwischen dem 26-jährigen Dichter und der gleichaltrigen Hausherrin Susanna Gontard, genannt Susette, eine Liaison. Wie genau die ausgesehen haben mag? Nun, mer waas es net, wie man in Frankfurt sagt. Jedenfalls kam es im Herbst 1798 zum Zerwürfnis mit Jakob Friedrich Gontard, und Hölderlin fand bis Mitte 1800 bei seinem Studienfreund Isaac von Sinclair in Bad Homburg Aufnahme. Jeden ersten Donnerstag im Monat freilich sollte Hölderlin sich auf den Weg von Homburg nach Frankfurt machen, um sich heimlich mit Susette zu treffen, der Überlieferung nach an der Laube des Adlerflycht’schen Anwesens, des Sommersitzes der Familie Gontard. Unser Weg führt uns zunächst einmal aus Frankfurt hinaus: durch Bockenheim geht es Richtung Industriehof und von dort durch Hausen und Praunheim nach Niederursel. Wir folgen dem Radweg entlang der (oberirdisch geführten) U-Bahngleise bis Bommersheim, von wo aus wir durch Wiesen und Felder schon bald Bad Homburg erreichen. Die Stadt zeigt sich im Zentrum samstäglich geschäftig, trotz Lockdown sind Marktplatz und Louisenstraße voller Menschen. Auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen für eine kleine Pause landen wir im nahen (allerdings radelfreien) Kurpark. Südlich des Schwanenteichs im Park finden wir das Homburger Hölderlin-Denkmal, vom heimischen Geschichtsverein im Jahr 1888 errichtet. Der «Hölderlinpfad», eine vor zwölf Jahren im Rahmen des Projekts Regionalpark Rhein-Main abgesteckte Route zwischen Homburg und Frankfurt, der wir später von der Stadt «vor der Höhe» in die «am Main» folgen wollen, ignoriert übrigens das Denkmal im Kurpark. Ästhetisch ist das durchaus verschmerzbar. Der (Homburger) Ausgangspunkt des Hölderlinpfades befindet sich direkt am Portal des Landgrafenschlosses. Das Signet des Hölderlinpfades, ein von Hans Traxler gezeichneter Hölderlin-Kopf auf blauem Grund, begleitet uns von nun an. Hölderlins Freund Sinclair stand seit 1796 als Diplomat in Diensten des Landgrafen. Sinclairs Geburtshaus liegt dem Portal gegenüber, am Anfang der Dorotheenstraße. Durch diese radeln wir hinunter, vorbei an Hölderlins Homburger Wohnadresse während seines zweiten Aufenthalts in der Stadt in den Jahren 1804 bis 1806, als Sinclair ihm eine Stelle als Hofbibliothekar verschafft hatte.Am Rathausplatz führt der Weg über die Alfred-Herrhausen-Fußgängerbrücke (im Norden eine Rampe zum bequemen Hochradeln, im Süden eine Treppe mit Schieberillen aus Beton), hinunter zum Bahnhofsvorplatz. Von hier an folgt der «Pfad» ein paar wenig attraktiven Straßenzügen durchs westlich und südlich an den Bahnhof angrenzende Gewerbegebiet, bevor wir am Kalbacher Weg beim Hofgut Kronenhof tatsächlich ins Offene, zumindest aber ins Grüne, kommen. Wir radeln durch die Felder und Streuobstwiesen des Vordertaunus, ignorieren dabei den mitunter kaum überhörbaren Lärm der nahen Autobahn(en) und erfreuen uns stattdessen am Blick auf die vor uns liegende Silhouette der Stadt am Main. Frankfurt erreichen wir am Riedberg, dem in den vergangenen 20 Jahren entstandenen Stadtteil für rund 16.000 Menschen im Nordwesten des Stadtgebiets. Am Ufer des Kalbachs - der dem angrenzenden Dorf, seit 1972 ein Frankfurter Stadtteil, den Namen gab - radeln wir den Hölderlinpfad hinunter nach Bonames zum dortigen alten Flugplatz.Ein kleines Stück noch geht es an der Nidda entlang, dann über den Frankfurter Berg hinüber nach Eckenheim und durch den Sinaipark in den südlich angrenzenden Stadtteil Dornbusch. Welche Route Hölderlin selbst vor 220 Jahren nach Frankfurt wählte, ist übrigens nicht verbürgt. An der Adickesallee - einer «Verkehrsschneise, wo an einer Ampel das Signet des Hölderlinpfads angeschraubt ist», wie Christian Thomas, der Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau mal schrieb - zeigt sich die Stadt den Radelnden von ihrer am wenigsten charmanten Seite. Das Kontrastprogramm wartet bereits auf der anderen Straßenseite. In der Eysseneckstraße empfängt die Radelnden das ruhige (und verkehrsberuhigte) Nordend. Wenige Meter weiter genießen die Menschen die Sonne im Holzhausenpark. Das barocke Wasserschlösschen der Frankfurter Patrizierfamilie Holzhausen dürfte auch Hölderlin passiert haben, wenn er auf dem Weg zum Adlerflycht’schen Anwesen war. Im Gegensatz zum seit den 1920er Jahren im Besitz der Stadt Frankfurt befindlichen und sorgfältig erhaltenen Schlösschen findet sich vom 1763 erbauten und bereits ein Jahrhundert später wieder abgerissenen Adlerflychthof heute keine Spur mehr im Stadtbild. Der weitere Verlauf des Hölderlinpfades folgt - und wir mit ihm - dem Oeder Weg hinunter in die Wallanlagen am Eschenheimer Turm, durch die Schillerstraße zur Hauptwache und schließlich zum Rossmarkt. Hier verlassen wir den Pfad, der am Goethehaus im Großen Hirschgraben endet - angesichts des keineswegs harmonischen Verhältnisses zwischen Goethe und Hölderlin ein wenig merkwürdig. Wir beenden unsere Hölderlin-Tour stattdessen am Kaiserplatz. Der Platz markiert ungefähr die Mitte des Areals, das früher das «Weißer Hirsch» genannte Anwesen einnahm, das 1753 in den Besitz der Familie Gontard gekommen war. Es wurde 1872 abgerissen. Heute ist das Carré durchzogen von wichtigen innerstädtischen Straßenverbindungen und geprägt von den Großbauten rund um den Kaiserplatz, unter anderem dem Hotelkomplex des Frankfurter Hofes und dem von Norman Foster entworfene Hochhaus der Commerzbank.Am Ende unseres «Hölderlintages» bleibt uns nur, ganz prosaisch, der Weg auf einem sehr vollen Mainunferweg zurück nach Offenbach.

    • April 25, 2021

  • Gudi

    Very nice tour and funny 😄 that you were almost at my house 😀. I also like your photos very much. Maybe I'll cycle to it when my butt is trained enough 💪

    translated byView Original
    • April 26, 2021

  • MonacoTrail

    In terms of art history, I cannot presume to judge Hans Mettel's sculpture. But as a native of Hölderlin's compatriot, I have the vague feeling that he deliberately overlooked Swabianism in Hölderlin. There are interpreters who think that Hölderlin was actually a very down-to-earth guy, an idea that I like. As of course this beautiful tour from Offenbach out into the open.

    translated byView Original
    • April 26, 2021

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