Wer mit der U- oder S-Bahn bis nach Ohlsdorf fährt, kann dort nördlich von Stadtpark und Alsterdorf die Tour starten. Hier ist die Alster noch ein stattlicher Fluss. Brücken überspannen das Gewässer, Parks und Naturschutzgebiete grenzen an den Verlauf an. Schon hier muss der Radfahrer aufmerksam sein und stets zur rechten Zeit das Ufer wechseln, um den Flusslauf nicht aus den Augen zu verlieren. Ein Augenschmaus ist die Route aber allemal. Gelbe Pfeile an Bäumen weisen den Weg zur Quelle (mit einem "K" – vermutlich für "Kayhude" – versehen). Doch die Markierungen sind oft gut versteckt, ein gut beschilderter Radweg würde womöglich das Abenteuer vermissen lassen. Im Stadtteil Poppenbüttel findet sich eine Wehranlage. Eine kleine Pause am plätschernden Nass bietet sich hier genau so an wie in zahlreichen kleinen Cafés, die den Weg säumen. Bald darauf verlässt der Hobby-Radler das Hamburger Stadtgebiet. Die Alster wird fortlaufend schmaler, die ländlichen Ortschaften werden beschaulicher. Spätestens hier wird gutes Kartenmaterial unerlässlich, auch wenn der Weg zunächst noch mehr oder weniger eng dem Alsterlauf folgt. Reetgedeckte Häuser, Wiesen im satten Grün links und rechts der Trasse lassen den Stadttrubel weit hinter dem Radfahrer. Der idyllische Ort Wakendorf II wird durchfahren – das Ziel rückt näher.Die Alster ist nun zuweilen nur noch zwei Meter breit, weitere kleinere Ortschaften werden durchquert und es fällt nicht immer leicht, die Orientierung zu behalten: Wo ist sie denn hin, die Alster? Passanten geben unterschiedlich hilfreiche Tipps ("Zum Bier geht es da lang", "Man könnte sich durch die Felder schlagen", "Es gab da eine alte Bahntrasse, die genau zur Quelle führt"). Am Besten verlässt man sich als "Erkunder" aber wieder auf seine Karten und steuert schließlich das Örtchen Rhen direkt an – und dort die Straße "An der Alsterquelle". Und so erreicht der Radfahrer die kleine Stadt Henstedt-Rhen. Schilder weisen den Weg zur Alsterquelle. In einem Waldgebiet umschreibt eine Holztafel den Beginn und Ursprung des Flusses als "gefasste Quelle in einem Quellmoor". Die Quelle selbst: Recht unspektakulär, aber hübsch von Mauerwerk umgeben und mit einer Eisenplatte versehen. Wer nun nicht gerade die Strecke nach Hamburg zurückschwimmen möchte, kann mit dem Rad etwa das rund zehn Kilometer entfernte Norderstedt ansteuern.