Naturwaldreservat Eichhall
Naturwaldreservat Eichhall
Highlight • Wald
Wandern
4.8
(45)
Das Naturwaldreservat Eichhall ist ein bemerkenswertes Schutzgebiet im Herzen des Spessarts, in Unterfranken, Bayern. Gelegen im Landkreis Aschaffenburg, ist dieser alte Wald mit einer durchschnittlichen Höhe von 509 Metern bekannt für seine außergewöhnliche Artenvielfalt und unberührte natürliche Entwicklung. Es bildet einen entscheidenden Teil des größeren „Heisterblocks“, der für seine ehrwürdigen Eichen berühmt ist, und ist zudem in das FFH-Gebiet „Hochspessart“ sowie das Europäische Vogelschutzgebiet „Spessart“ integriert.
Besucher zieht es immer wieder nach Eichhall, um die einzigartige Gelegenheit zu nutzen, einen…
Dieses Highlight liegt in einem geschützten Gebiet
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Details
Informationen
Höhenmeter 510 m
Wetter
Bereitgestellt von Foreca
Dienstag 3 März
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Zusätzliche Wettertipps
Max. Windgeschwindigkeit: 9,0 km/h
Am häufigsten besucht während
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Eichhall zeichnet sich als ausgewiesenes Naturwaldreservat aus, was bedeutet, dass es sich ohne menschliches Eingreifen natürlich entwickeln kann. Dies ermöglicht das Wachstum alter Bäume, einige Eichen sind bis zu 400 Jahre alt, und schafft einen einzigartigen Hotspot der Biodiversität, insbesondere für holzbewohnende Insekten und verschiedene Vogelarten. Es ist ein seltenes Beispiel eines Urwaldes in Bayern, das einen Einblick in ursprüngliche Waldökosysteme bietet.
Obwohl das Reservat zahlreiche Waldwege aufweist, ist es primär ein Gebiet, um die natürliche Waldentwicklung zu erleben, anstatt markierte, benannte Wege zu haben. Besucher können die ruhige Umgebung zu Fuß erkunden, wobei sich die Wege durch die alten Bäume schlängeln. Ein häufiger Ausgangspunkt ist der Waldweg, der etwa 1,5 Kilometer vom Waldparkplatz „Steintor“ führt.
Das Gelände besteht aus geschichteten Sandböden, die im Allgemeinen nährstoffarm sind. Die Wege sind größtenteils Waldwege, die zum Wandern geeignet sind. Während die durchschnittliche Höhe etwa 509 Meter beträgt, bietet das Reservat selbst eine friedliche Umgebung für Spaziergänge und keine anspruchsvollen Anstiege. Es wird als mittelschwer für allgemeines Wandern eingestuft, hauptsächlich aufgrund potenziell unebener Oberflächen und der Länge einiger Routen, aber nicht wegen extremer Höhenunterschiede.
Die primären Naturdenkmäler sind die alten, hoch aufragenden Eichen und Buchen selbst, von denen einige 40 Meter hoch und mehrere Meter im Umfang sind. Diese prächtigen Bäume schaffen zusammen mit dem reichen Totholz eine einzigartige Atmosphäre. Obwohl es keine ausgewiesenen Panoramaaussichtspunkte gibt, bietet das gesamte Reservat ein tiefgreifendes Erlebnis eines ungestörten, ursprünglichen Waldes.
Ja, das Reservat ist im Allgemeinen für Familien geeignet, die einen ruhigen Spaziergang in der Natur suchen. Die ruhige Umgebung und die beeindruckenden Bäume können für Kinder faszinierend sein. Für Hundebesitzer sind die Waldwege einladend, aber bitte stellen Sie sicher, dass Hunde an der Leine geführt werden, um das empfindliche Ökosystem und die Tierwelt, insbesondere bodenbrütende Vögel und Insekten, zu schützen.
Die Hauptparkmöglichkeit ist der Waldparkplatz „Steintor“, der sich an der Staatsstraße 2317 zwischen Weibersbrunn und Rothenbuch befindet. Von dort führt ein Waldweg direkt zum Reservat. Öffentliche Verkehrsmittel direkt zum Reservat sind begrenzt; Besucher sind in der Regel auf private Fahrzeuge angewiesen, um den Parkplatz zu erreichen.
Obwohl der Herbst mit seinen leuchtenden Farben besonders bezaubernd ist, bietet das Reservat das ganze Jahr über ein einzigartiges Erlebnis. Der Frühling bringt frisches Grün und Vogelaktivität, während der Sommer einen kühlen, schattigen Rückzugsort unter dem dichten Blätterdach bietet. Selbst im Winter stehen die alten Bäume majestätisch da und bieten eine ruhige und friedliche Atmosphäre, obwohl die Wege bei Schnee oder Eis rutschig sein könnten.
Das Reservat selbst ist ein geschütztes Naturgebiet ohne kommerzielle Einrichtungen. Für Cafés, Kneipen oder Übernachtungsmöglichkeiten müssten Besucher in den nahegelegenen Städten und Dörfern wie Weibersbrunn oder Rothenbuch suchen, die nur eine kurze Autofahrt vom Parkplatz „Steintor“ entfernt sind.
Eichhall ist ein Hotspot der Biodiversität, insbesondere für Arten, die auf Urwälder und Totholz angewiesen sind. Besucher könnten verschiedene Vogelarten entdecken, darunter sechs verschiedene Spechtarten (wie den seltenen Mittelspecht) und den Halsbandschnäpper. Es beherbergt auch über 300 Arten von holzbewohnenden Käfern, darunter seltene „Urwaldreliktarten“ wie den Eremitenkäfer, obwohl diese oft schwerer direkt zu beobachten sind.
Der Zugang zum Reservat erfolgt über einen Waldweg vom Parkplatz „Steintor“. Obwohl der Weg im Allgemeinen flach ist, handelt es sich um einen unbefestigten Waldweg mit Sandböden und potenziell unebenen Oberflächen, was für Standard-Rollstühle oder Kinderwagen eine Herausforderung darstellen kann. Geländegängige Kinderwagen oder robuste Offroad-Rollstühle könnten besser geeignet sein, aber eine vollständige Barrierefreiheit kann nicht garantiert werden.
Der Wald von Eichhall entstand wahrscheinlich während des Dreißigjährigen Krieges durch Brandrodung. Über Jahrhunderte wurde er kommerziell für Holz- und Furnierproduktion genutzt. Im Jahr 2002 wurde die wirtschaftliche Nutzung jedoch eingestellt, und 2003 wurde er offiziell als Naturwaldreservat ausgewiesen, wodurch er in seinen natürlichen Zustand zurückkehren und als wichtiges Referenzgebiet für ökologische Studien dienen kann.