Lough Graney bietet eine echte Oase für Radfahrer, die abseits ausgetretener Pfade Ruhe und Natur suchen. Die Wege rund um den See sind eine Mischung aus leicht gewellten Straßen und versteckten Pfaden, wo selten ein Auto vorbeikommt. Mit jedem Höhenmeter auf den kurvigen Straßen wird der Blick auf den See und die umliegenden Wiesen freier, eingerahmt von den Slieve-Aughty-Bergen im Norden. Die Hügel reflektieren das wechselnde Licht, das über die Wellen huscht, und schaffen eine fast mystische Stimmung – besonders an leicht bewölkten Tagen.
Unterwegs fällt auf, dass das Gebiet nur spärlich besiedelt ist. Einheimische sind selten zu sehen, dafür sind Kühe und Schafe häufige Begleiter. An einigen Stellen säumen alte Steinmauern und Hecken den Weg, die den urigen Charakter des East Clare unterstreichen. Wenn du Flagmount erreichst, lohnt es sich, eine Pause einzulegen. Die kleine Ortschaft hat etwas Nostalgisches an sich und bietet einen idyllischen Zugang zum See.
Auffällig ist auch die natürliche Vielfalt rund um den Lough Graney. Neben Wäldern und Wiesen finden sich vereinzelt Megalithanlagen, die das historische Erbe der Region erahnen lassen. Bei Caher gibt es sogar einen Gedenkstein für den Dichter Brian Merriman, was den kulturellen Wert der Gegend unterstreicht. Wer Zeit und Muße hat, sollte den Weg bis dorthin fortsetzen und sich ein paar Minuten für diesen poetischen Ort nehmen.