Der einstige Wasserturm des ehemaligen Conti-Geländes ist heute ein Wahrzeichen hannoverscher Industriegeschichte. Seit rund eineinhalb Jahrhunderten wurden in einem großen Werk, das 1928 in der Continental AG aufging, Produkte aus Kautschuk hergestellt. Bis zu 6.000 Arbeiter produzierten an diesem Standort Fahrradreifen, in späteren Jahren Autoreifen und viele andere Produkte aus Hart- und Weichgummi. Und das bis zum Jahr 1999. Dann wurde das Werk stillgelegt und zunächst sich selbst überlassen. Doch nicht allzu lange, denn schon wenige Jahre danach rollten Baufahrzeuge an, die die Fabrikhallen so nach und nach abrissen, sollte das Gelände doch für einen neu entstehenden Stadtteil, die Wasserstadt Limmer, freigemacht und saniert werden.
Wer sich dort heute umschaut, der sieht in dem Dreieck zwischen der Wunstorfer Straße, dem Stichkanal zum Lindener Hafen und dem Leineverbindungskanal weite, kahle Flächen. Einige der einstigen Fabrikgebäude aus rotem Backstein, die unter Denkmalschutz stehen, sind jedoch erhalten geblieben. Und nicht nur die, sondern auch der zurzeit einsam und allein stehende Conti-Turm mit seinem charakteristischen gelben Zylinder, einem Schornstein gleich, diente er damals als Wasserturm. Dass dieser einmal von Fabrikgebäuden umgeben war, ist jetzt nur noch schwer vorstellbar.
Quelle (myheimat.de)